
Das operative Ergebnis der Swiss in den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 liegt unter demjenigen des Vorjahres.
Swiss-Finanzchef kommentiert das Resultat
Der Finanzchef von Swiss, Dennis Weber, ordnet das Resultat ein: «In den reiseintensiven
Sommermonaten haben wir weiterhin von einer grossen Nachfrage nach touristischen Zielen sowie Privatreisen profitiert. Gleichzeitig sind unsere Aufwendungen hauptsächlich in den Bereichen Gebühren, Wartung sowie Personal gestiegen; letztere aufgrund von zusätzlich eingestellten Mitarbeitenden sowie vereinbarten Gehaltssteigerungen. Dennoch konnten wir an unser solides Halbjahresergebnis anknüpfen und sind mit den ersten neun Monaten des Jahres wirtschaftlich gesehen zufrieden. Wir haben aus den weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen das Beste gemacht.»
Rückgang im wichtigsten Quartal
Das dritte Quartal von Juli bis September sei in der Luftfahrt das traditionell reiseintensivste und damit das wichtigste. 2024 belief sich das operative Ergebnis in dieser Zeit auf CHF 240,8 Millionen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode bedeutet dies einen Rückgang um 13,3%, teilt Swiss mit. Die operativen Erträge lagen bei CHF 1,6 Milliarden und waren damit 5,9% höher als 2023.
Asiengeschäft im Frachtbereich war ein wichtiger Treiber
Das Frachtgeschäft hat gemäss der Swiss auch im dritten Quartal einen wichtigen Beitrag zum Gesamtergebnis geleistet. Treiber sei das Asiengeschäft gewesen, unterstützt von einem weiterhin starken E-Commerce Sektor und Engpässen in der Seefracht. Damit habe die Stagnation im Luftfrachtsektor in Europa und den USA kompensiert werden können, teilt Swiss mit.
Anspruchsvolle Rahmenbedingungen im Luftverkehr
Jens Fehlinger, CEO von Swiss, kommentiert, dass das Swiss Team in Anbetracht der zunehmend anspruchsvollen Rahmenbedingungen im Luftverkehr stolz auf das solide Ergebnis sein könne: «In einem Umfeld geprägt von geopolitischen Unruhen, Kapazitätsengpässen im europäischen Luftraum und den Flugbetrieb massiv beeinträchtigten Wetterlagen war der Sommer ein Kraftakt, den wir finanziell erfolgreich abschliessen konnten.»
Weiter sieht Jens Fehlinger aber auch Verbesserungspotenzial: «Gemeinsam mit unseren Partnern müssen wir weiter intensiv daran arbeiten, insbesondere die Pünktlichkeit und die damit eng verbundene Kundenzufriedenheit zu verbessern. In diesem Punkt sind wir noch nicht zufrieden; darauf liegt unser klarer Fokus in den nächsten Monaten.»
Steigende Passagierzahlen und mehr Flüge
Von Januar bis September 2024 hat die Swiss 13,7 Millionen Passagiere transportiert, 2023 waren es 12,4 Millionen, was eine Steigerung von 10,5% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. In derselben Periode hat die Swiss über 108’000 und damit rund 10% mehr Flüge durchgeführt als im Vorjahr.
Swiss steht vor herausforderndem letzten Quartal
Das letzte Quartal des Jahres sei saisonal am herausforderndsten, da insbesondere im November und zu Beginn des Dezembers weniger Ferienreisende unterwegs sind, teilt Swiss mit.
Das Ergebnis hänge daher stärker von den Entwicklungen im Geschäftsreisesegment ab. Dieses liege allerdings unverändert auf einem deutlich niedrigeren Niveau als vor der Krise. «Dafür haben wir in den Herbstferien von Ende September bis Mitte Oktober von einer anhaltend hohen Nachfrage nach touristischen Reisen ans Mittelmeer profitiert», kommentiert Jens Fehlinger.
Mit Weihnachten werde das Geschäft zudem gegen Ende des Jahres nochmals belebt. Die Swiss gehe folglich von einem guten Finanzjahr aus, sagt Jens Fehlinger. Insgesamt würden die Preise jedoch vor allem im Langstreckenbereich unter Druck bleiben und seien im Durchschnitt tiefer als im Vorjahr, dies bei steigenden Kosten und Gebühren. «Unter anderem deshalb werden wir trotz Wachstum das Rekordergebnis von 2023 voraussichtlich nicht erreichen» führt Jens Fehlinger aus. (TI)








