Air France und Air One kämpfen um Alitalia

Nach dem Rückzug von Lufthansa verbleiben die beiden Airlines im Rennen um die Vorherrschaft in Italien.

Air France-KLM hat eine «Letter of intent» an die Direktion von Alitalia übermittelt. Darin wird dem «seit 2001 wichtigen Geschäftspartner und Skyteam-Allianzmitglied» ein Szenario geschildert, wonach Rom-Fiumicino analog zu Paris-Roissy oder Amsterdam-Schiphol zu einem internationalen Hub würde, mit neuen europäischen und interkontinentalen Direktverbindungen. Ebenso würde Mailand neue Direktverbindungen erhalten, um der dortigen Geschäftskundschaft ein verbessertes Angebot präsentieren zu können. Unklar ist jedoch, wie viel Geld AF/KLM zu investieren bereit ist, und wieviele Arbeitsplätze bei Alitalia im Falle einer Annahme des Angebots abgebaut würden.

Nachdem sich Lufthansa aus dem Bieterrennen zurückgezogen hat, verbleibt nur der italienische Alitalia-Konkurrent Air One mit einer Konkurrenz-Offerte. Nachdem aber Alitalia stets signalisierte, dass ein internationales Konsortium als Partner bevorzugt würde, scheint Air France-KLM die besseren Karten zu haben. Bis Ende Jahr will sich der Alitalia-Vorstand für einen Bieter entscheiden, mit welchem anschliessend exklusiv über die Übernahme-Modalitäten verhandelt wird.