Während TUI-Grossaktionär John Fredriksen im Vorfeld der Hauptversammlung weiter gegen TUI-Chef Michael Frenzel und Aufsichtsratschef Jürgen Krumnow gehetzt hat, blieb Frenzel in seiner Rede an der Versammlung ruhig und konnte die positiven Quartalszahlen präsentieren.
«Noch nie war eine Hauptversammlung der TUI AG so sehr im öffentlichen Blickpunkt wie diese. Und dies nicht deshalb, weil unsere Ergebnisse oder die Aktienperformance in 2007 schlecht gewesen wäre. Im Gegenteil. Die öffentliche Diskussion zentriert sich auf die angeblich gegenläufige Position unserer beiden grossen Aktionärsgruppen. Ich meine, zu Unrecht. Die derzeit geführte, personalisierte Diskussion ist aus meiner Sicht nicht im Interesse des Unternehmens, sie bindet derzeit einen Teil unserer Kräfte, wird uns aber nicht davon abhalten, zügig die Trennung umzusetzen», meinte Frenzel.
Weiter war von Frenzel zu vernehmen, dass die Gespräche von Tuifly und der Lufthansa-Beteiligung Germanwings weit fortgeschritten sind. Die Verhandlungen sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. An der künftigen Gesellschaft, in der Tuifly, Germanwings und Eurowings gebündelt werden, sollten Lufthansa und TUI mit je 40 Prozent beteiligt sein, den Rest soll Eurowings-Gesellschafter Albrecht Knauf halten.
