Deutschland zu teuer: Condor-Maschine wird in Zürich stationiert

Die deutsche Fluggesellschaft Condor verlagert aufgrund der hohen Standortkosten fünf Maschinen ins Ausland und erweitert ihr Streckennetz in europäische Metropolen.
Airbus A321neo. ©Condor

Die deutsche Fluggesellschaft Condor mit Basis in Frankfurt gab bekannt, dass sie fünf Maschinen ab Deutschland abziehen und an ausländische Basen für die neuen City-Flüge stationieren will.

Verlagerung aufgrund steigender Standortkosten in Deutschland

Die fünf Maschinen werden nach Zürich, Wien, Prag, Mailand und Rom zu verlagert. Wie Peter Gerber, CEO von Condor erklärt, hätten die exorbitant steigenden Standortkosten in Deutschland die Fluggesellschaft dazu bewogen, an ausländische Standorte zu verlagern, um dort zu wachsen.

Condor verlagere ihre Kapazitäten in Märkte, von denen eine grosse Nachfrage nach Städteverbindungen wie nach Frankfurt, aber auch für touristisches Programm seitens der dort ansässigen Veranstalter bestehe, dazu gehört auch Zürich.

Bereits mehrere Airlines hätten angekündigt, ihre Kapazitäten aufgrund der immer stärker steigenden staatlichen Standortkosten in Deutschland zu verschieben, stellt Condor klar. Auch TRAVEL INSIDE berichtete kürzlich darüber.

Neue tägliche Flüge in Europas Metropolen

Gleichzeitig erweitert die deutsche Fluggesellschaft ihr Streckennetz. Ab Sommer 2025 verbindet Condor täglich Rom, Mailand, Prag, Wien, Zürich, Berlin, Hamburg und München mit Frankfurt. «Mit den acht neuen Städteverbindungen, die jeweils einmal täglich im Sommerflugplan stehen, erweitert Condor ihr Angebot um aufregende City-Ziele, in denen man eine fantastische Zeit verbringen kann», sagt Peter Gerber.

Bleisure-Trend: Dienstreisen mit Freizeit verbinden

Damit folge Condor nach der erfolgreichen Einführung von anderen Städtereisezielen wie New York und Bangkok auf der Fernstrecke nun auch auf der Kurzstrecke dem wachsenden Trend, Dienstreisen (Business) und Freizeit (Leisure) miteinander zu verbinden – kurz ‘Bleisure’, stellt Peter Gerber klar. Condor sei schon lange kein klassischer  Ferienflieger mehr und entwickle sich mit den Bedürfnissen der Gäste weiter.

Konkurrenz zu Lufthansa-Flügen

Deutsche Medien spekulieren, dass wohl auch der anhaltende Streit um Lufthansa-Zubringerflüge für die Condor-Langstrecke bei der Flugplangestaltung eine Rolle gespielt haben – über die Hintergründe berichtete TRAVEL INSIDE. (TI)