
Dieser Fall von ‘Dauerparken’ gehört zweifelsohne ins Reich der Kuriositäten, hat sich aber tatsächlich so zugetragen – am Flughafen von München: Wenige Tage nach der russischen Invasion in der Ukraine Ende Februar 2022 war ein Airbus der Aeroflot aus St.Petersburg kommend in München gelandet.
Kurz darauf wurde der Deutsche Luftraum aber für russische Flugzeuge gesperrt. Das heisst, der Flieger durfte nicht mehr abheben, war also in der bajuwarischen Weisswurstmetropole gestrandet und wurde so gezwungenermassen dort ‘parkiert’.
Dass Parkplätze in München teuer sind, ist hinlänglich bekannt. Der besagte Airbus stand laut dem Bayrischen Rundfunk BR immerhin ganze 834 Tage am ‘Franz-Josef-Strauss-Airport’ und wurde dabei nur hin und wieder auf eine andere Parkposition verschoben, wenn er im Weg stand.
Wie Phoenix aus der Asche
Wie nun bekannt wurde, durfte die Maschine im Juni dieses Jahres dann doch noch abheben, allerdings nicht mehr als Aeroflot-Flieger, denn die russische Gesellschaft hatte diesen nur von einer Chinesischen Airline geleast, und diese hat ihn nun wieder zurückgenommen, um ihn an eine andere Fluggesellschaft zu verleihen.
Zuerst musste der Airbus allerdings gründlich gewartet werden, um nach der langen Flugpause wieder startfähig zu sein – und so hob die Maschine dann, nachdem die Rechnung für Wartung und ‘Parkticket’ von insgesamt über 460’000 EUR von den Chinesischen Besitzern ordnungsgemäss beglichen worden war, endlich von München Richtung Tschechien ab. Spekulationen zufolge solle diese künftig in Kanada zum Einsatz kommen. (TI)








