Thailand führt Touristensteuer ein

Ab 2025 wird in Thailand die bereits lange diskutierte Touristensteuer definitiv fällig.
Bangkok Suvarnabhumi Airport. ©Bangkok

Die lange diskutierte und immer wieder verschobene Touristensteuer in Höhe von 300 THB (CHF 7.65) wird nun 2025 eingeführt. Sie wird zuerst von Flugpassagieren zu entrichten sein.   

‘Kha Yeap Pan Din’ – dies ist nicht etwa der Name einer thailändischen kulinarischen Spezialität, sondern die Bezeichnung für die neue Steuer. Übersetzt bedeutet das so viel wie ‘Steuer für das Betreten thailändischen Bodens’ – der Name sagt also bereits alles. Für ausländische Reisende wird diese Taxe bei der Ankunft in Thailand fällig.   

Sie soll ab Mitte 2025 in Kraft treten und zunächst Flugpassagieren auferlegt werden, wie der Minister für Tourismus und Sport, Sorawong Thienthong, kürzlich erklärte.  

Die in ‘Tourismussteuer’ umbenannte Abgabe soll für alle ausländischen Reisenden 300 Baht (CHF 7,65) betragen. Für Reisende, die auf dem Land- oder Seeweg ankommen, wurde sie vorerst auf 150 Baht (CHF 3,83 ) festgesetzt – es könnte aber noch zu einem einheitlichen Betrag kommen, denn man wolle die Flugpassagiere nicht ‘diskriminieren’, hiess es seitens der Regierung.

Nach Angaben der Regierung soll diese Steuer zur Verbesserung der Dienstleistungen und der Infrastruktur für den Tourismus verwendet werden. Insbesondere für Menschen mit Behinderungen. Sie würde auch eine automatische Versicherung für Reisende garantieren.

Reisende wären bis zu 500’000 Baht (CHF 12.787) bei Krankheit und Unfall versichert. Im Todesfall würde sich die Deckungssumme auf 1 Million Baht (CHF 25’578) belaufen. Diese Versicherung hat eine Gültigkeitsdauer von 30 Tagen ab dem Tag der Einreise in das Königreich. 

Biometrische Identifizierung kommt auf die Flughäfen

Um die Passagierabwicklung zu verbessern, haben ausserdem die sechs thailändischen Flughäfen, die zur AOT-Gruppe gehören (Bangkok Don Mueang und Suvarnabhumi, Chiang Mai, Chiang Rai, Hat Yai und Phuket), im November ein neues System zur automatisierten biometrischen Identifizierung mittels Gesichtserkennung eingeführt.

Das System war zunächst nur für inländische Reisende verfügbar, wird aber ab dem 1. Dezember 2024 auch auf internationale Passagiere ausgeweitet.  

Passagiere, die sich für die Nutzung des biometrischen Systems entscheiden, können sich beim Einchecken in das System eintragen und dazu bei Bedarf das Personal bei der Abfertigung um Unterstützung bitten – oder sich eben selbst an einem Terminal einchecken. 

Nach der Registrierung muss der Fluggast nur noch seine biometrischen Daten vorlegen. Dadurch entfällt die Vorlage eines Reisepasses oder einer Bordkarte sowohl bei der Gepäckabgabe als auch bei den Sicherheitskontrollen oder beim Einsteigen.    

Luc Citrinot, Bangkok