Nach Motoren-Problem: Kreuzfahrtschiff verlässt Ushuaia in Richtung Antarktis

Das Expeditionsschiff SH Diana steckte am Hafen von Ushuaia fest und führt seine Antarktis-Kreuzfahrt mit wenig Verspätung nun fort.
©Swan Hellenic

Das Expeditionsschiff Diana der Reederei Swan Hellenic hatte kurz vor Aufbruch zur ersten Antarktis-Kreuzfahrt der Saison im Hafen von Ushuaia mit technischen Problemen zu kämpfen: Der Antriebmotor musste repariert werden.

Problem mit einem Antriebsmotor 

In Südgeorgien, am 12. Tag der 20-Nächte-Kreuzfahrt der SH Diana, die von Südafrika in die Antarktis unterwegs ist, wurde ein Problem mit einem Antriebsmotor festgesellt. Aus Sicherheitsgründen beschloss der Kapitän, die Reise abzubrechen und den Hafen in Ushuaia anzulaufen.

Wie die Reederei jetzt bekannt gab, verliess das Expeditionsschiff SH Diana am 5. Dezember nach sofortiger Reparatur nun den Hafen in Ushuaia und brach mit weniger als 40 Stunden Verspätung in Richtung Antarktis auf.

Spezialisten-Team wurde nach Ushuaia berufen 

Die Reederei Swan Hellenic gab ein kurzes Statement zur Panne ab: Der Hersteller des Antriebssystems habe ein technisches Team organisiert, das zusammen mit weiteren Spezialisten, die zur Unterstützung nach Ushuaia gerufen wurden, einen elektrischen Antriebmotor repariert habe.

Bei den Antarktis-Kreuzfahrten werde stets ausreichende Spielraum für Wetter- und andere Störungen einplant, gab die Reederei bekannt. Deshalb sei man sich sicher, dass diese Verspätung nicht zu einer Verkürzung der Erkundung der Antarktischen Halbinsel führen wird, ergänzt die Reederei.

Andrea Zito, CEO von Swan Hellenic, nimmt in der Mitteilung Stellung zum Vorfall: «Wir freuen uns, dass die prompte und effiziente Koordination aller Beteiligten an Bord und an Land es ermöglicht hat, dass die SH Diana mit weniger als 40 Stunden Verspätung in die Antarktis auslaufen konnte.»

Hungerstreik von Passagieren 

In mehreren deutschen Medien war zuvor zu lesen, dass manche der rund 170 Gäste auf dem Kreuzfahrtschiff vor ein paar Tagen in den Hungerstreik getreten waren – aus Enttäuschung aufgrund der Störung und einer angeblichen Routenkürzung in der Antarktis ohne vollständige Rückerstattung.

Die Reederei betont in ihrer Mitteilung derweil, dass die Crew habe während der Reparatur spezielle Ausflüge in Ushuaia und Erlebnisse an Bord organisiert habe , die sehr geschätzt wurden.

Da es nun weiter geht, dürfte sich die Stimmung auf dem Kreuzfahrtschiff beruhigt haben.

(TI)