
Wie der Flughafen Genf mitteilt, wurden im Jahr 2024 insgesamt 17’796’333 Passagiere abgefertigt. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 waren es 17’926’625 Passagiere mit 186’043 Flugbewegungen.
Ende der Post-Covid-Phase bald erreicht
Gemäss den Prognosen des Flughafen Genf wird das Gesamtpassagieraufkommen im Jahr 2025 das Niveau von 2019 übertreffen. Das Ende der Post-Covid-Phase sei somit bald erreicht.
Im Anzahl an Passagieren im Jahr 2024 entspricht einer Zunahme von fast 8% gegenüber 2023. Die Gesamtzahl der Starts und Landungen belief sich auf 179’106 Bewegungen, dies entspricht 3,6% mehr als 2023.
Im vergangenen Jahr haben die Passagierzahlen folglich deutlicher zugenommen als die Flugbewegungen. Gemäss dem Flughafen Genf ist dieses Phänomen auf den Einsatz grösserer Flugzeuge und einer besseren Kapazitätsauslastung zurückzuführen; sowie auf die Finanzpolitik des Flughafens, die den Fluggesellschaften Anreize bietet, die Belegungsrate pro Flugzeug zu erhöhen.
Finanzielle Anreize für Flugzeuge der neuesten Generation
Seit mehreren Jahren begünstigt der Flughafen Genf die Fluggesellschaften zudem mit finanziellen Anreizen, damit diese Flugzeuge der neuesten Generation einsetzen und so die Lärmemissionen begrenzen.
Diese Flugzeuge, die weniger Lärm verursachen und weniger Kerosin verbrauchen, machten 2024 rund 32% der Flugbewegungen im Linien- und Charterbetrieb aus.
Der Anteil an Flugzeugen der neuesten Generation ist seit 2017 um 208% gestiegen. Ein weiterer wichtiger Punkt sei, dass im Jahr 2024 zwischen 22 und 6 Uhr rund 9800 Flugbewegungen aller Kategorien, einschliesslich Sanitätsflüge, durchgeführt wurden, was 5,5% der Flüge entspricht, erklärt der Flughafen.
Abschreckendes Gebührensystem gegen nächtlichen Fluglärm
Um die Nachtflüge und insbesondere die verspäteten Starts nach 22 Uhr zu reduzieren, hat der Flughafen Genf ein abschreckendes Gebührensystem eingeführt, das am 1. Januar 2025 in Kraft getreten ist.
Dieses Programm wurde mit allen von Abendflügen betroffenen Fluggesellschaften besprochen und vorgestellt und im Laufe des Jahres 2024 bereits getestet. Der Flughafen Genf zieht bereits ein positives Fazit: Viele Fluggesellschaften hätten ihre Flugpläne dadurch zwischen 20 und 22 Uhr angepasst und ihre Rotationen und Flugpläne geändert, um verspätete Starts zu reduzieren.
Lärmquote um 36% reduziert
Im Vergleich zu 2023 ist die Zahl der Starts nach 22 Uhr dadurch um rund 36% zurückgegangen. Die Abschreckungsgebühr des neuen Lärmquotensystems liegt zwischen CHF 5000 und 20’000 für Europaflüge und zwischen CHF 10’000 und 40’000 für Interkontinentalflüge.
Die Flugverbindungen des Flughafen Genf, die 2023 148 Destinationen umfassten, blieben 2024 mit 146 Flugzielen stabil, resümiert der Flughafen.
Die Marktanteile der zehn wichtigsten Fluggesellschaften im vergangenen Jahr verteilen sich wie folgt: Easyjet (46,9%), Swiss (12,4%), British Airways (4,5%), Air France (3,2%), Iberia (2,9%), KLM Royal Dutch Airlines (2,4%), TAP Portugal (1,9%), Emirates (1,8%), Turkish Airlines (1,8%) und Air Dolomiti/Lufthansa (1,6%).
Starke Zunahme der Luftfracht
Das Jahr 2024 zeigt zudem eine starke Zunahme der Luftfracht. Trotz einer durch die geopolitischen Spannungen beeinflussten Wirtschaftslage belief sich die jährliche Fracht auf mehr als auf 90’700 Tonnen, was einer Zunahme von mehr als 40% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Frachtvolumen sei das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des Flughafens. (TI)
