Aviationsuisse: To-Do-List für Bundesrat Albert Rösti

In einer ‘Charta’ führt der Verband der Luftfahrt-Nutzer fünf Leitsätze zur Weiterentwicklung der Schweizer Luftfahrt auf.
©Flughafen Zürich AG

Hausaufgaben für den Bundesrat: Im Rahmen der Generalversammlung vom 2. April 2025 hat Aviationsuisse, der Verband der Nutzer der Luftfahrt, Bundesrat Albert Rösti eine Charta mit fünf Leitsätzen zur Weiterentwicklung der Schweizer Luftfahrt übergeben.

Sie formuliert aus Sicht der Nutzer die zentralen Voraussetzungen für ein leistungsfähiges, nachhaltiges und verlässliches Luftfahrtsystem – in der Schweiz und für die Schweiz. Die internationale Anbindung der Schweiz an Europa und die Welt sei keine Selbstverständlichkeit, sagt Aviationsuisse. Sie muss sichergestellt und aktiv gestaltet werden.

Die Weichen werden gestellt

Mit der Revision des Luftfahrtgesetzes und der Anpassung des SIL-Objektblatts für den Flughafen Zürich stehen zwei bedeutende Weichenstellungen an. Dabei muss laut Aviationsuisse die Nutzerperspektive gehört werden – die Perspektive jener, die auf eine gute Anbindung der Schweiz an die Welt angewiesen sind.

Die Luftfahrt müsse sich entwickeln können – in der Luft wie am Boden. Sie brauche dafür verlässliche Rahmenbedingungen, damit Investitionen in Innovation und Nachhaltigkeit möglich sind.

Fünf Leitsätze für eine luftfahrtpolitische Agenda

Die von Aviationsuisse verabschiedete Charta benennt fünf zentrale Punkte:

  • Weltweite Vernetzung: Die Schweiz braucht weiterhin eine exzellente,
    konkurrenzfähige und langfristig zuverlässige Anbindung an Europa und die Welt.
  • Starke Landesflughäfen, funktionsfähiges Drehkreuz: Die Landesflughäfen und das Drehkreuz in Zürich sind zu stabilisieren und mit ausreichender Kapazität auszustatten.
  • Verlässliche Betriebszeiten: Der heutige bereits sehr restriktive Rahmen darf nicht weiter eingeschränkt werden – er ist essenziell für die Konnektivität.
  • Zielgerichtete Investitionen: Einnahmen aus Abgaben müssen der Luftfahrt und ihrer Transformation zugutekommen.
  • Entwicklungsperspektiven: Infrastruktur und Angebot müssen der Nachfrage angepasst werden können. (TI)