Die Risikoübersicht der Woche 21 für Reisende

Damit ist in der aktuellen Woche 21 zu rechnen – die Reiserisiken mit dem Monitoring-Unternehmen A3M.
© A3M

Sieben Kontinente, 195 Länder, acht Milliarden Menschen: Unsere Welt steht niemals still. Tagtäglich bewegen unzählige Ereignisse die Bevölkerung in den unterschiedlichsten Teilen des Planeten – Wahlen werden abgehalten, Proteste organisiert und neue Krisenherde tun sich auf.

Viele der Geschehnisse gehen in der allgemeinen Informationsflut des digitalen Zeitalters oftmals unter, einige andere sind auch schlichtweg zu weit weg.

Um den Überblick zu behalten, stellt Krisenfrühwarn-Experte A3M für uns wöchentlich eine Auswahl der wichtigsten Ereignisse zusammen.


 

Zweite Runde der Präsidentschaftswahlen in Rumänien 

Am morgigen Sonntag, den 18.05., findet in Rumänien die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen statt. Als Favorit auf den Sieg gilt der rechtsextremistische Kandidat George Simion, der schon die erste Runde für sich entscheiden konnte. Im Rahmen der Wahl sowie insbesondere nach Verkündigung der amtlichen Ergebnisse sind Proteste möglich – die Behörden erhöhen entsprechend landesweit die Sicherheitsmassnahmen. Reisende sollten Demonstrationen und Menschenansammlungen meiden und den Anweisungen der Ordnungskräfte Folge leisten. 

Präsidentschaftswahlen in Polen 

Auch in Polen wählen die Menschen am Sonntag einen neuen Präsidenten. Die besten Chancen auf den Sieg haben der pro-europäische, liberal-konservative Bürgermeister von Warschau Rafał Trzaskowski und Karol Nawrocki, der nationalkonservative Leiter des Instituts für Nationales Gedenken. Nach Verkündigung der Wahlergebnisse sind insbesondere in den grossen Städten Proteste möglich. Auch örtliche Verkehrseinschränkungen sind nicht auszuschliessen.  

Parlamentswahlen in Portugal 

Nach dem Sturz der konservativen Minderheitsregierung von Luís Montenegro wählt Portugal am Sonntag ein neues Parlament. Die Demokratische Allianz des Amtsinhabers darf laut aktuellen Umfragen auf einen neuen Sieg hoffen. Im Vorfeld der Wahlen und nach der Verkündigung der Wahlergebnisse sind Proteste möglich. Gewaltsame Zwischenfälle können nicht ausgeschlossen werden.  

Proteste gegen Massentourismus auf den Kanarischen Inseln 

Nicht zuletzt kommt es am Sonntag auch erneut zu grossangelegten Demonstrationen gegen Massentourismus auf den Kanarischen Inseln. Betroffen sind alle Inseln mit Ausnahme von La Gomera. Hinsichtlich der Proteste sind örtliche Verkehrseinschränkungen möglich.  

Landesweite Proteste in Panama 

Nachdem bereits in den vergangenen drei Wochen demonstriert wurde, gehen die Menschen in Panama auch in den kommenden Tagen auf die Strasse. Hintergrund ist die jüngste Reform der Sozialversicherungskasse. Im Hinblick auf die Proteste verschärfen die Behörden die Sicherheitsmassnahmen – in den letzten Tagen gab es Hunderte von Strassensperrungen und Verhaftungen im ganzen Land. Eine Entspannung der Lage ist aktuell nicht in Sicht.   

Landesweiter Bahnstreik in Italien 

In Italien kommt es kommenden Freitag, den 23.05., zu einem landesweiten Bahnstreik. Sollte der Arbeitskampf wie geplant und mit hoher Beteiligung stattfinden, ist mit erheblichen Einschränkungen im Zugverkehr zu rechnen. Reisende sollten sich rechtzeitig über die Situation vor Ort informieren. (TI)