
Swiss steht vor einer besonders anspruchsvollen Hochsaison mit Herausforderungen, die den Betrieb im Sommer fordern werden – und hat sich mit zahlreichen Massnahmen darauf vorbereitet.
Die Mitarbeitenden von Swiss haben in den vergangenen Monaten Abläufe optimiert und gezielt investiert – etwa in ein neues Team rund um die Bodenabfertigung, die sogenannten ‘Turnaround Manager’. Auch hat Swiss die digitalen Self-Services und die Kommunikation bei Unregelmässigkeiten verbessert, erklärt die Airline.
Besser abschneiden als im Vorjahr
In diesem Sommer will die Swiss bei Pünktlichkeit, Stabilität und Kundenzufriedenheit besser abschneiden als im Vorjahr. In den kommenden Wochen erwartet die Airline durchschnittlich über 57’000 Passagiere und 430 Flüge jeden Tag. Seit dem letzten Sommer hat sich Swiss intensiv darauf vorbereitet.
«Wir haben früh angefangen, unsere Abläufe genau unter die Lupe zu nehmen und konkret zu verbessern», sagt Chief Operating Officer Oliver Buchhofer und ergänzt: «Wir wissen, dass der Sommer uns viel abverlangt und dass die Rahmenbedingungen ähnlich schwierig sind wie vergangenes Jahr. Aber wir sind bereit.»
Erklärtes Ziel: Pünktlicher als im vergangenen Jahr
Die Aviatikbranche wächst weltweit weiter, um 5 bis 7%. Das führe zu noch mehr Verkehr am Himmel, insbesondere über Europa – und die Schweiz liegt mittendrin. Gleichzeitig ist der Luftraum stark eingeschränkt: Flugsicherungen laufen in Europa am Limit, sei es wegen Streiks oder Personalmangel.
Hinzu kommen wetterbedingte Störungen wie Wind und Gewitter, die im Sommer fast schon zum Alltag gehören. Dies spüre Swiss bereits heute. Trotzdem liege die bisherige Pünktlichkeit seit Anfang Jahr mit 72% höher als zur selben Zeit im letzten Jahr, wo es 68% waren. Das selbstgesteckte Jahresziel einer Pünktlichkeit von 70% wurde also bereits erreicht.
In diesem Sommer will die Airline gemäss Buchhofer bei allen relevanten Kennzahlen besser abschneiden als im Vorjahr: Bei Pünktlichkeit, Stabilität, Gepäck und der Zufriedenheit der Gäste.
Aktuell liegen zwei Drittel aller Verspätungen ausserhalb des Einflussbereichs von Swiss. Den Anteil der selbstverschuldeten Verspätungen konnte die Airline bislang auf rund ein Drittel reduzieren. Ziel ist es, diesen Wert für das Gesamtjahr auf unter ein Viertel zu senken.
So funktionieren Puffer
Swiss setzt auch in diesem Sommer auf bewährte Puffer, um ihren Betrieb stabiler und verlässlicher zu machen. Dazu gehören Reserveflugzeuge, die bei Bedarf bereitstehen, und zusätzliche Crews, die kurzfristig einspringen können. Auch die Mindestumsteigezeiten für die Passagiere bleiben verlängert, damit die Gäste entspannter ihren Anschluss erreichen und mehr Spielraum bei Verspätungen haben.
Neu geschaffene Rolle der Turnaround Manager
Ein wichtiger Eckpfeiler der Massnahmen ist die neugeschaffene Rolle der
sogenannten ‘Turnaround Manager’, die Swiss im Frühjahr 2025 eingeführt hat. Für das neu rekrutierte zehnköpfige Team investiert die Fluggesellschaft jährlich einen einstelligen Millionenbetrag.
Die Turnaround Manager koordinieren die zeitkritische Phase der Bodenabfertigung zwischen Ankunft und Abflug eines Flugzeugs – dem ‘Turnaround’ – und sorgen gemeinsam mit den Partnerunternehmen für reibungslose Abläufe rund um das Beladen, Tanken, Reinigen und Bereitstellen der Flugzeuge.
Digitaler Kundenservice
Die Swiss hat die Kundenkommunikation bei Flugänderungen über ihre App verfeinert und die Self-Servicing-Angebote weiter ausgebaut.
«Gerade im Fall von Verspätungen oder Flugverschiebungen erwarten unsere Passagiere
schnell eine Lösung», sagt Heike Birlenbach, Chief Commercial Officer von Swiss. «Dafür
setzen wir auf Self-Servicing-Angebote, die zügig und unkompliziert weiterhelfen. Unsere Gäste können aus den angebotenen Alternativen selbst wählen, welcher Flug ihnen am besten passt.
So stärken wir die Eigenständigkeit unserer Passagiere, gehen auf ihre individuellen Bedürfnisse ein und entlasten gleichzeitig unsere Servicecenter – insbesondere in Zeiten hoher Auslastung. Selbstverständlich stehen unsere weltweiten Expertenteams rund um die Uhr weiterhin auch telefonisch zur Verfügung.» (TI)
