Die Risikoübersicht der Woche 28 für Reisende

Damit ist in der Woche 28 zu rechnen – die Reiserisiken mit dem Monitoring-Unternehmen A3M.
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Sieben Kontinente, 195 Länder, acht Milliarden Menschen: Unsere Welt steht niemals still. Tagtäglich bewegen unzählige Ereignisse die Bevölkerung in den unterschiedlichsten Teilen des Planeten – Wahlen werden abgehalten, Proteste organisiert und neue Krisenherde tun sich auf.

Viele der Geschehnisse gehen in der allgemeinen Informationsflut des digitalen Zeitalters oftmals unter, einige andere sind auch schlichtweg zu weit weg.

Um den Überblick zu behalten, stellt Krisenfrühwarn-Experte A3M für uns wöchentlich eine Auswahl der wichtigsten Ereignisse zusammen.


Unabhängigkeitstag in Algerien 

Die Bürgerinnen und Bürger in Algerien begehen am heutigen Samstag den Tag der Unabhängigkeit, die das Land 1962 von Algerien erlangte. Aufgrund möglicher Demonstrationen anlässlich des Termins verschärfen die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen – besonders in den Städten ist mit Einschränkungen im lokalen Verkehr zu rechnen. 

Protestmarsch in Mumbai 

In der indischen Millionenmetropole Mumbai ist, ebenfalls für heute, ein Protestmarsch gegen die von der Regierung vorgeschlagene Umsetzung der in der Nationalen Bildungspolitik 2020 (NEP) vorgesehenen Drei-Sprachen-Formel geplant. Hinsichtlich der Proteste sind Ausschreitungen möglich, die Behörden erhöhen entsprechend die Sicherheitsvorkehrungen. Reisende sollten Menschenansammlungen generell meiden und den Anweisungen der Polizeikräfte Folge leisten. 

Pride-Kundgebung in London 

Ausserdem findet heute die Pride in London Parade in der britischen Hauptstadt statt. Das Event führt von der Hyde Park Corner über den Piccadilly Circus, den Haymarket und die Cockspur Street zum Trafalgar Square und erreicht ihren Höhepunkt am Whitehall Place. Einschränkungen im lokalen Verkehr sind nicht auszuschliessen. 

Landesweite Demonstrationen in Mexiko 

Für morgigen Sonntag, den 06.07., sind in Dutzenden mexikanischen Städten Demonstrationen unter dem Motto „Marsch für die Aufhebung der Justizfarce“ geplant. Die Proteste werden von zivilen Aktivisten-Gruppen und der Opposition nahestehenden Bürgern organisiert, die sich gegen das gerichtliche Wahlverfahren wenden. Örtliche Verkehrseinschränkungen sind möglich. 

Bahnstreik in Italien 

In Italien kommt es am Montag, den 07.07., aller Voraussicht nach zu einem landesweiten Bahnstreik. Besonders betroffen ist die Hauptstadt Rom – hier hat die Gewerkschaft OSR FAISA-CISAL zusätzlich zu Streiks bei zwei Transportunternehmen des ÖPNV aufgerufen. Sollte der Arbeitskampf wie geplant und mit hoher Beteiligung stattfinden, ist mit erheblichen Einschränkungen im Schienenverkehr zu rechnen. Reisende sind angehalten, sich rechtzeitig über die Situation vor Ort zu informieren. 

Unabhängigkeitstag im Südsudan 

Im Südsudan wird kommenden Mittwoch, den 09.07., der Unabhängigkeitstag gefeiert. Als eines der jüngsten Länder der Erde erlangte das Land seine Unabhängigkeit 2011 vom Sudan. Aufgrund des langjährigen Bürgerkriegs und andauernder politisch-gesellschaftlicher Verwerfungen ist der Südsudan heute als zusammengehöriges, souveränes Staatsgebilde allerdings nicht mehr existent. Im Rahmen der Feierlichkeiten ist mit Protesten und gewaltsamen Ausschreitungen zu rechnen. (TI)