Nach einem England-Aufenthalt, bei dem der Legastheniker Bertil Hult überrascht war, wie mühelos es ihm im Gegensatz zur Schule gelang, sich die Sprache anzueignen, gründete der Schwede 1965 ein kleines Unternehmen mit dem Namen «Europeiska Ferieskolan», kurz EF, das Sprachenlernen mit Auslandreisen kombinierte. Heute, nach 50 Jahren, agiert EF als Education First am Markt und wird von den beiden Söhnen des Gründers geleitet.
Der EF-Hauptsitz ist in Luzern und Zürich, in Hongkong wurde vor geraumer Zeit eine Zentrale für den asiatischen Markt eröffnet. Weltweit ist EF mit 44 eigenen Sprachschulen präsent und beschäftigt über 30000 Mitarbeitende. «Wir sind der weltweit grösste private Bildungsanbieter», erklärt Daniel Nussbaumer, Business Development Manager am EF-Sitz in Zürich.
Nebst den bereichen Cultural Exchange (u. a. High School Year im Ausland) und Educational Travel trägt der Bereich Sprachaufenthalte den mit Abstand grössten Anteil zum Gesamtumsatz bei. Die Schulen setzen für den Unterricht standardisierte Systeme und identisches Schulmaterial ein. «Das macht es den zahlreichen Repeaters einfach, bei einem erneuten, weitergehenden Sprachaufenthalt unabhängig vom Standort der Schule auf dem entsprechenden Level einzusteigen. An Sprachen bieten wir Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Deutsch, Japanisch und das immer mehr nachgefragte Mandarin an», führt Nussbaumer weiter aus.
Vom Anfänger- bis zum Examenskurs, ob intensiv, in der Gruppe oder im Einzelunterricht EF führt alle Lernstufen und Kursarten im Portfolio. Unterschieden wird zudem zwischen Kursen für Jugendliche von 13 bis 15 Jahre alt (meistens Ferienkurse), jenen für Jugendliche ab 16 Jahren und den Angeboten für Erwachsene, welche Kurse meist als Weiterbildung zwischen zwei Arbeitsstellen belegen.
Laut Nussbaumer liegen exotische Destinationen im Trend, in den USA Hawaii als Alternative zur Ost- oder Westküste. Je weiter weg die Zieldestination, desto länger der Kurs ist eine Tendenz, die ebenfalls festzustellen ist.
je nach volumen und Vertrag gewährt EF Education First seinen Vertriebspartnern (Reisebüros) eine Kommission von bis zu 20 % auf die Kurskosten und die Unterkunft. «Sprachaufenthalte sind beratungsintensiv. Es ist uns deshalb wichtig, unsere Vertriebspartner zu schulen. Mit dem Beratungssupport haben wir eine spezielle Anlaufstelle, falls die Verkaufsmitarbeiter an der Front zusätzliche Informationen und Auskünfte benötigen», so Nussbaumer.
EF ist Mitglied der Salta (Swiss Association of Language Travel Agents) und beim Garantiefonds der Schweizer Reisebranche.



