Air Berlin muss Kosten sparen, was auch für die Schweizer Tochter Belair nicht ohne Folgen bleibt. «Gemäss der bekannten Massgabe, dass wir alle unsere Plattformen einer genauen Prüfung auf Produktivität und Effektivität unterziehen, wird es auch bei Belair zu Anpassungen kommen», bestätigt Air-Berlin-Sprecher Robert Peres gegenüber TI.
In einer Belair-internen Präsentation wird gemäss «Austrian Aviation Net» klargestellt: «Die Kosten sind zu hoch. Weitermachen wie bisher ist keine Option.» Demnach sollen bis Ende 2015 im Rahmen eines Sparprogramms die Personalkosten gegenüber 2013 um EUR 8 Mio. reduziert werden. Dies schliesst Lohnkürzungen von 10% bei Flugbegleitern und Bodenpersonal, 15% beim Kaderpersonal und den Piloten sowie 20% bei der Geschäftsleitung ein. Auch dazu gehören auf sechs Tage am Stück erhöhte Arbeitseinsätze und gekürzte Ferienansprüche.
Auch Entlassungen soll es geben. Laut Medienberichten sollen fünf der 43 Piloten und drei der 37 First Officers davon betroffen sein. Zudem soll der Bestand der Flugbegleiter reduziert werden. Zu diesen Themen äussert sich Air Berlin gegenüber TI lediglich dahingehend, dass sich Belair hinsichtlich der Lohnanpassungen an das Schweizer Arbeitsrecht halten und alle bestehenden Verträge einhalten werde.
Sollte Belair die geforderte Kosteneinsparung nicht erreichen, droht die Schlies-sung und das Flugprogramm könnte so soll aus der Präsentation hervorgehen von einer anderen Air-Berlin-Tochter übernommen werden.
BNZ
