Gestern, am 7. Februar 2008, hat der Kuoni Ticket Shop sein neues
Incentive-Modell ins Extranet gestellt sowie an seine Agenten
verschickt. Roger Zintl, Leiter Capacity Management Kuoni Schweiz,
erklärt dazu: «Wir haben keine grossen Veränderungen vorgenommen,
sondern unsere Kommissionen aktualisiert.» Die Anpassungen bewegten
sich nur im Prozentbereich, wobei der Kuoni Ticket Shop an seinen
Kategorien festhält: «Airlines ohne Gebühren» mit Prozent-Incentive
bzw. «restliche Airlines» mit Frankengebühren. Auch die Philosophie
bleibt gleich: «Wir geben weiter, was wir von den Fluggesellschaften
erhalten.»
Einige Tage vor dem Kuoni Ticket Shop haben der Hotelplan Flight Shop
und der TPT Flight Shop ihr neues Kommissionsmodell, das jeweils seit
1. Februar 2008 gültig ist, im Infonet geladen. «Es wurden bloss die
bestehenden Modelle adaptiert», sagt Marcel Herter, Geschäftsführer von
Passepartout. Der Airticket-Broker der Hotelplan-Tochter Travelhouse
wurde mit den beiden Flight Shops von Hotelplan in der Deutschschweiz
und Tourisme pour tous (TPT) in der Romandie unter dem Dach von Migros
Travel Switzerland neu in einer Broker-Abteilung zusammengefasst,
welche unter der Leitung von Marcel Herter steht.
Mehr Prozente gibt es bei den Ticket-Brokern von Hotelplan Schweiz für
die Agenten in den Kommissionskategorien B sowie C auf die IATA-Tarife
der sogenannten «Preferred Airlines», nämlich neu jeweils 1%. Nicht
mehr zu diesen bevorzugten Fluggesellschaften gehört Alitalia.
Ansonsten haben die Prozente keine Veränderungen erfahren, so Daniela
Cocco, stellvertretende Leiterin des Hotelplan Flight Shop. «Unser
Modell ist übersichtlich. Daran halten wir fest.»
Weniger «neu» als in der Übersicht aufgeführt sind folglich die
«Super-Deal- Airlines», die schon im vergangenen Jahr mit 4% bzw. 3%
kommissioniert wurden. Das Flex Flight Center wird gemäss Andy
Gantenbein (Head of Flights & Wheels) in den nächsten Tagen ein
neues Kommissionsmodell vorlegen. «Wir müssen noch ein paar Sachen
machen», erklärt er auf Anfrage. Noch anfangs Jahr sah sich der
Airticket-Broker von TUI Suisse nicht unter Zugzwang und wollte
allenfalls im Frühling mit neuen Prozenten locken. Laut Thomas Althaus
(Head of Flex Flight Center) wird das neue Modell ab 13. Februar 2008
im Newsnet zu finden sein und für Buchungseingänge ab 18. Februar 2008
Gültigkeit haben.
Relativ gelassen sieht all dies Marcel Herter für Passepartout: «Es
wird grundsätzlich keine Veränderungen geben.» Das Broker-Modell von
Travelhouse gilt seit 1. November 2007.
Norman C. Bandi
Kuoni Ticket Shop: Mehr Tarife mit weniger Prozenten
Weniger oder keine Prozente gibt es im Kuoni Ticket Shop bei diesen
zwölf «Airlines ohne Gebühren» auf Marketfares: Aeroflot 0% statt 7%;
Alitalia 0% statt 2%; Austrian 0% statt 2%; CSA 0% statt 2%; Etihad
Airways 4% statt 10%; Jet Airways 0% statt 10%; Malaysia Airlines 0%
statt 4%; Royal Jordanian 6% statt 8%; Royal Nepal 0% statt 10%; SAA 0%
statt 2%; Srilankan 6% statt 10%; Turkish Airlines 0% statt 10%. Als
einzige Fluggesellschaft gibt es bei United Airlines auf beide
Tarifarten (Market und IATA) weniger Prozente, jeweils 2% statt 3%.
Dafür gibt es bei Air Namibia auf Marketfares neu Prozente, nämlich 10%
statt 0%.
Folgende Veränderungen sind im Incentive-Modell von Kuoni zudem
auszumachen: Cyprus Airways und Mexicana figurieren neu unter den
«Airlines ohne Gebühren»; Flybaboo ist nur noch in dieser Kategorie zu
finden; Air Tahiti Nui, China Airlines, Gulf Air, Korean Airlines, LTU,
Martinair, Montenegro Airlines, SATA, Tunisair sowie Vietnam Airlines
wandern zu «restliche Airlines», bei denen für Marketfares keine
Servicegebühr anfallen bzw. für IATA-Tarife in der Regel 30 Franken zu
entrichten sind (gilt nicht für Agenten der Einstufungen Platin,
Priority oder A); America West Airlines und Sterling Blue sind komplett
verschwunden.
NCB
