Alltours rechnet dieses Jahr mit 14000 Schweizer Kunden (Ausgabe 2008-29)

Der viertgrösste deutsche TO will in der Schweiz kräftig wachsen.

Der auch in der Schweiz tätige Duisburger Pauschalreise-Anbieter
Alltours hat laut eigenen Angaben in der Schweiz im ersten
Geschäftsjahr 2006/2007 rund 10000 Passagiere verbucht und erwartet in
diesem Jahr mehr als 14000 Ferienkunden. «Unser Geschäftsjahr endet am
31. Oktober und aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs und der
Vorausbuchungen sind wir sicher, diese Zahl erreichen zu können»,
erklärt Alltours-Inhaber Willi Verhuven.

Interessant: Jene Schweizer Gäste, die mit Alltours ab den Flughäfen
Zürich und Basel reisen, buchen «zum überwiegenden Teil» im Internet
oder aber in grenznahen österreichischen oder deutschen Reisebüros.
«Unsere Marke und unser Preis-/Leistungsverhältnis sind offenbar
bekannt genug im Schweizer Grenzgebiet, um ohne viel Marketing gutes
Wachstum zu erzielen», erklärt Verhuven.

Gebucht werden vor allem die Mittelmeerziele Spanien, Griechenland oder
die Türkei. Auf der Langstrecke existieren interessante
Umsteigeverbindungen via Düsseldorf oder München; diese werden aber
aufgrund der guten Abdeckung der Langstrecke ex Schweiz etwas weniger
nachgefragt.

Alltours peilt zielstrebig weiteres Wachstum an – allerdings nur
organisches. Will heissen, dass Alltours im Touroperating weder Zukäufe
in der Schweiz tätigen noch Kooperationen mit etablierten
Marktteilnehmern eingehen will. Dasselbe Modell also, wie es bereits in
Österreich und Holland erfolgreich praktiziert wird.

Dies gilt aber nicht für den Vertrieb. «Alltours setzt stark auf den
Reisebürokanal und wird in den kommenden Monaten das Vertriebsnetz in
der Schweiz weiter aufbauen, um Wachstum zu generieren», so Verhuven.
Gespräche seien bereits mit mehreren Interessenten in Gang – ob es
sich dabei um Ketten oder Einzelbüros handelt, wird nicht kommuniziert.
Zurzeit haben in der Schweiz rund 50 Reisebüros einen Code von
Alltours, was noch «verhältnismässig klein» sei. Doch es wird an einem
spezifisch für die Schweiz zugeschnittenen Kommissionsmodell
gearbeitet. Dass dieses bereits auf die Wintersaison hin bereit steht,
ist unwahrscheinlich. Verhuven hält zudem unmissverständlich fest, dass
Alltours in der Schweiz keine eigenen Reisebüros eröffnen wird.

Geht die Rechnung von Alltours auf, rechnet man in der Zentrale in
Duisburg mittelfristig – sprich per Ende 2011 – mit 40000 Kunden aus
der Schweiz. «Wir wollen in der Schweiz ein grösserer
Pauschalreiseveranstalter werden», so Verhuven.

Schon im Winter wird dazu Vollgas gegeben. Vier Kataloge stehen zur
Auswahl: Spanien, Sonnenziele, Fernreisen und Club Alltoura. Das neue
Fernreiseziel Florida (Miami und Fort Myers) wird täglich ab Düsseldorf
(LTU) und Amsterdam (Martinair) nonstop angeboten. Diese beiden
Airports werden mit Zubringerflügen ab Basel und Zürich bedient. Zudem
bietet Alltours wieder Flüge mit Tuifly an; so werden Abflüge ab Basel
verstärkt angeboten. Total werden im kommenden Winter 84 Flüge ab der
Schweiz angeboten.   

Jean-Claude Raemy