Die Regionalflughäfen in der Schweiz haben es derzeit nicht leicht. So machen ihnen z.B. die sich immer weiter verschärfenden Sicherheitsregeln zu schaffen, für welche der Bund ab 2017 Jahr für Jahr weniger Geld zuschiessen will. Altenrhein im Speziellen ist als grenznaher Flughafen zudem durch die Frankenstärke benachteiligt.
Zeit, neue Geschäftszweige zu finden.Gemeinsam mit der flughafen-eigenen Peoples Viennaline scheint für den Sommer eine einträgliche Lösung gefunden: Am Business Airport setzt man verstärkt auf Feriencharter. Dass Veranstalter wie Universal Reisen nur auf eine solche Möglichkeit gewartet haben, zeigt, dass das Potenzial von Altenrhein noch lange nicht ausgeschöpft ist. Es hat offenbar nur das Signal eines gut vernetzten neuen Managers gebraucht, um das brachliegende Geschäft zum Laufen zu bringen. Die gute Lage im Ballungsraum St. Gallen zieht Kunden an, die nicht nach Zürich oder Friedrichshafen fahren möchten und bei Universal sogar bereit sind, einen Aufschlag für die kleinere Maschine zu zahlen. Bereits High Life Reisen hatte mit Altenrhein einen Nerv getroffen.
Mit einer Embraer 170, die Peoples Viennaline in Altenrhein stationiert hat, sind die Kapazitäten bald erschöpft. Universal hat bereits Bedarf für einen Vollcharter angemeldet. Die Frage ist, wie man auch andere Airlines wieder für Altenrhein interessieren kann. Was mit der angeschlagenen Intersky wird, ist bekanntlich offen. Sicher muss in die Infrastruktur investiert werden. Mehr Charterpassagiere brauchen z.B. mehr Parkplätze.
Interessant ist, was sich der Airport für den Winter ausdenkt. Auch hier gibt es schwache Businessflug-Monate auszugleichen. Neben den richtigen Strategien müssen auch die äusseren Umstände mitspielen. Das zeigt u.a. der Bereich Business Aviation, wo Altenrhein mit einem neuen Hangar Standgebühren und Landing Fees verdienen will. Hier geht die Baubewilligung von einer Warteschleife in die nächste.
Stephanie Günzler



