Ausser in Guinea, Liberia und Sierra Leone und kurzzeitig in Nigeria war und ist Ebola zurzeit nirgends eine grosse Gefahr. Dennoch schwächt das Virus den Tourismus eines ganzen Kontinents. Beispiel Namibia: Der dortige Gastgewerbeverband spricht von Stornierungen und schwachen Vorausbuchungen. Beispiel Kenia: Obwohl ein Einreiseverbot aus den betroffenen Gebieten besteht und alle innerafrikanischen Passagiere auf Symptome überprüft werden, wird der Nachfrage-Rückgang immer deutlicher spürbar. Beispiel Südafrika: Leistungsträger vor Ort beklagen Einbussen von bis zu 40%; insbesondere der Markt aus den USA und aus Asien sei eingebrochen. Beispiel Marokko: Aus Furcht vor dem Virus will das Land den Afrika-Cup um ein Jahr verschieben unter anderem, weil man sich um die heimische Tourismusindustrie sorgt.
Das Thema beschäftigt auch die globalen Veranstalter. So sagte Kuoni-CEO Peter Meier bei der Präsentation der Neun-Monats-Zahlen: «Die Furcht vor Ebola trägt zum schwierigen Geschäftsumfeld bei. Dabei ist das Ebola-Virus keine echte Gefahr für die Reisenden, sondern primär eine Empfindlichkeit. Es ist ein emotionales Thema.»
SJ



