Sie machen zwar nur einen kleinen Teil der Arabischen Halbinsel aus; im Gegensatz zu den kriegsgebeutelten Anrainerstaaten im Norden und der touristisch weithin unbedeutenden «Pufferzone» Saudi Arabien erleben die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Oman und inzwischen auch Katar in Sachen Tourismus jedoch seit Jahren einen steilen Aufstieg. Wobei das Wort «erleben» zu passiv gewählt ist, denn die Nachfrage ist nahezu ausschliesslich von Menschenhand gemacht. Aus Wüste und Ödnis sind glamouröse Metropolen entstanden, welche mit immer neuen Superlativen Bedürfnisse schaffen und auch erfüllen.
Der Tourismus wird von ganz oben als Zukunftsindustrie angesehen und entsprechend vorbehaltlos gefördert. Sei es durch Investitionen in künstliche Inselbauten, medienwirksame Sport- und Kulturprojekte, Flughäfen oder öffentlichen Verkehr. Vor allem Letzterer ist eine Herausforderung, um die wachsenden Besucherströme zu kanalisieren. Nicht umsonst ist etwa Dubai, das sonst keine Machbarkeitsgrenzen kennt, besonders stolz auf sein neues Dubai Tram.
Das Angebot wird indes immer breiter. Shopping, Kultur, Sport, Badeferien für Fami-lien, Rundreisen für Naturliebhaber alles ist zu haben. Jede Region versucht dabei, ihr eigenes touristisches Gesicht zu wahren bzw. zu erschaffen. Die rasant steigende Verfügbarkeit an Unterkünften sorgt für ein besonders attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Durch das stetig wachsende Flugangebot auch ex Schweiz gewinnen Dubai und Co. an
Attraktivität als Stopover-Ziele Richtung Fernost, aber auch als Städtedestinationen.
Für die Arabien-Spezialisten unter den Veranstaltern sind Dubai und seine «Nacheiferer» zwar ein Glücksfall, aber trotzdem kein Selbstläufer. Die Konkurrenz ist wie überall hart. Und wie überall gilt es auch hier, durch das Besondere zu überzeugen sei es bei der Mietwagenrundreise durch Oman oder der Beratung zum Thema arabische Sitten und Bräuche.
Stephanie Günzler



