CEO-Salär an der Kuoni-GV auf dem Prüfstand (Ausgabe 2015-16)

Z Rating empfiehlt den Vergütungs-bericht zur Ablehnung.

Am kommenden Montag findet die Kuoni-GV statt. Anders als im Vorjahr, als von Aktionärsseite die Einführung einer Einheitsaktie gefordert wurde, kam es heuer zu keinen grossen Diskussionen im Vorfeld. Zu den wichtigsten Traktanden gehören die Wahl von Selina Neri in den Verwaltungsrat, die Raymond D. Webster ersetzen soll, sowie eine überarbeitete Statutenänderung zu den Vergütungsgrundsätzen, die im letzten Jahr abgelehnt worden war.

Zu Wort meldet sich aber der Aktionärsdienstleister Z Rating – der seine Wurzeln in der Firma Z Capital hat, die letztes Jahr für die Einheitsaktie plädierte. Z Rating empfiehlt den Vergütungsbericht zur Ablehnung. An die Konzernleitung wurden im letzten Geschäftsjahr CHF 9,56 Mio. ausbezahlt, davon CHF 2,48 Mio. an CEO Peter Meier. Der Verwaltungsrat garnierte total CHF 1,73 Mio., davon ging knapp ein Drittel (CHF 560000) an Präsident Heinz Karrer.

Insgesamt waren die Bezüge im Vorjahresvergleich leicht rückgängig – aber nicht rückgängig genug für Z Rating: «Die Ablehnung erfolgt wegen der absoluten Höhe des CEO-Gehalts sowie der bis zu 2,5-fachen Hebelwirkung des Performance Share Plan», erklärt Corporate Governance Analyst Marco De Rosa, «im Verhältnis zur Ertragskraft sind die CHF 2,48 Mio. ein sehr hoher Wert, verglichen mit anderen Unternehmen im SPI-Extra-Index.» Dort liege der Medianlohn bei CHF 1,4 Mio. für einen CEO. Bei den VR-Honoraren hingegen gehöre Kuoni knapp zum Durchschnitt.

SJ