Der Untergang lässt die Veranstalter «Kalt» (Ausgabe 2007-48)

Glück im Unglück hatten letzte Woche die 154 Menschen an Bord der MV Explorer. Sie alle konnten nach dem Auflaufen in der Antarktis unverletzt gerettet werden – danach sank das Expeditionsschiff der kanadischen G.A.P. Adventures. Nur vier der betroffenen Gäste an Bord stammten aus der Schweiz, von denen einer laut Jean-Philippe Spinas mit STA Travel

Glück im Unglück hatten letzte Woche die 154 Menschen an Bord der MV Explorer. Sie alle konnten nach dem Auflaufen in der Antarktis unverletzt gerettet werden – danach sank das Expeditionsschiff der kanadischen G.A.P. Adventures. Nur vier der betroffenen Gäste an Bord stammten aus der Schweiz, von denen einer laut Jean-Philippe Spinas mit STA Travel unterwegs war.

TI hat sich bei einigen Antarktis-Spezialisten erkundigt, mit welchen Folgen sie rechnen: Ruedi Bless (Globotrek & Background Tours) glaubt, dass es vereinzelt zu weniger Antarktis-Buchungen kommen werde, «jedoch nicht gravierend»; Cornelia Gemperle (Kuoni Schweiz): «Ich gehe davon aus, dass unsere Kundschaft dieses Unglück sehr wohl richtig einschätzen kann»; Thomas Meier (Kontiki-Saga): «Von bereits gebuchten Kunden hatten wir bis jetzt keinerlei Reaktionen»; Peter Plan (Hotelplan Schweiz): «Es gab nur ein paar Anfragen, aber keine Absagen.»

Im Gegensatz zu den genannten TOs arbeitet Travelhouse mit G.A.P. – Salinatours hat einen eigenen Katalog. Entsprechend meint Marlise Eijking (Oceanstar): «Die Reaktionen sind unterschiedlich. Wir haben nicht viele Buchungen, aber wir sind nun dabei Lösungen zu finden. Die Kunden wollen immer noch reisen, aber zum Teil ist es schwierig, das passende Angebot zur gleichen Zeit zu finden. Generell sind solche Kreuzfahrten – wir nennen sie lieber Expeditionen, weil mit Zodiacs Anlandungen stattfinden – sicher.» Mit gutem Beispiel voran geht Madeleine Rüegg (Knecht Reisen), sie ist letzten Montag Richtung Antarktis abgereist: «Mein Ziel ist eine Kreuzfahrt mit Oceanwide.»   

NCB