«Die Schweiz ist für Condor der viertgrösste Markt in Europa» (Ausgabe 2007-26)

TRAVEL INSIDE im Gespräch mit Matthias O. Köster, Manager International Sales von Condor in Oberursel bei Frankfurt.

Herr Köster, seit wann bearbeitet Condor eigentlich den Schweizer Markt?

Bis Januar 2004 hat Condor den Schweizer Markt nur von der
deutschen Zentrale in Oberursel angesprochen. Danach hatten wir ein
Generalagentenabkommen mit Lufthansa in Zürich. Seit April 2006 wird
dieses Generalagentenabkommen durch das Airlinecenter in Zürich
ausgefüllt. Das Engagement seitens Condor wurde sukzessive ausgedehnt.

Welche Bedeutung hat der Markt für Condor heute?


Die Schweiz ist mit 17000 Passagieren im letzten Geschäftsjahr für
Condor der viertgrösste Markt in Euro-pa nach Deutschland, Österreich
und Italien.


Welche Veranstalter sind die wichtigsten Partner?


Travelhouse-Gruppe, Kuoni Schweiz, TUI Suisse sowie Hotelplan Schweiz.


Weshalb arbeitet Condor in der Schweiz mit dem Airlinecenter zusammen?


Wir arbeiten mit Aviareps, in der Schweiz Airlinecenter genannt, auf
pan-europäischer Basis zusammen. Da wir diesbezüglich in dreizehn
Ländern aktiv sind, ist eine zentral geführte Organisation die bessere
Lösung im Vergleich zu individuellen Generalagentenabkommen.


Was hat sich seit der Kooperation bisher verbessert bzw. verschlechtert?


Die guten Verbindungen  der Condor wurden in der Schweiz sehr gut
kommuniziert. Das zeigt sich in der signifikanten Steigerung der
Passagier- und Umsatzzahlen im Schweizer Markt.


Wie verteilt sich das Aufkommen zwischen Winter und Sommer?


56% der Schweizer Passagiere reisen in der Wintersaison, sprich von
November bis April. Die restlichen 44% in der Sommersaison, sprich von
Mai bis Oktober.


Über welche Drehkreuze in Deutschland fliegen in der Regel die Schweizer?


Condor bedient ihre Fernstrecken ab/bis Frankfurt. Die Schweizer Gäste
fliegen mit Lufthansa oder Swiss nach Frankfurt und von dort mit Condor
zu den angebotenen Destinationen. Condor ist auf vielen Fernstrecken
Exklusivanbieter – zum Beispiel für die Kleine Karibik oder Gan auf den
Malediven – und wird auch deshalb gerne gewählt.


Was muss man als Schweizer Kunde bei der Buchung von Condor beachten?


In der Regel gibt es keine Besonderheiten, die es bei der Buchung auf
Condor zu beachten gibt. Condor wird über alle verfügbaren Systeme
angeboten, etwa Homepage im Internet, touristische Reservationssysteme
wie Start Toma oder GDS  wie Amadeus, Galileo und Worldspan. Condor ist
eine Full-Service-Airline mit allen Annehmlichkeiten, die ein
klassischer Carrier zu bieten hat. Unter anderem sind Essen und Trinken
an Bord sowie Bordunterhaltung wie Magazine und Zeitungen im
Ticketpreis enthalten. Dieses Angebot gilt in der Comfort Class, die im
Vergleich zur Business Class der Linienfluggesellschaften deutlich
günstiger ist.


Welche Vorteile bzw. Nachteile gibt es bei den Zubringerflügen ab der Schweiz?


Vorteil: Der Kunde wird samt Gepäck zu seiner Final Destination
durchgecheckt, zeitnahe Beförderung unter Berücksichtigung einer
bequemen Connecting Time; Nachteil: etwas längere Reisezeit als bei
Nonstop-Flügen.

Norman C. Bandi

Schweizer Hitparade

Welches sind die zehn beliebtesten Destinationen der Schweizer im Winterhalbjahr?

In der Wintersaison 2006/07 laut Köster: Porlamar, Salvador de Bahia, Goa, Cancun, Puerto Plata, Tobago, Banjul, Montego Bay, Holguin und San José.

Welches sind die zehn beliebtesten Destinationen der Schweizer im Sommerhalbjahr?

In der Sommersaison 2006 gemäss Köster: Porlamar, Holguin, Cancun, Montego Bay, Anchorage, Havana, Whitehorse, Halifax, San José sowie Vancouver.

NCB