Air Namibia hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Im letzten Juni schrammte sie knapp an einem Grounding vorbei, weil die Betriebslizenz nicht rechtzeitig verlängert wurde. In diesem Zusammenhang mussten mehrere Manager gehen, darunter auch die Geschäftsführerin. Der Schweizer COO René Gsponer übernahm darauf als Acting Managing Director und schaffte es, die Airline in der Luft zu halten. Nur einen Monat später geriet Air Namibia diesmal unverschuldet wieder in die Schlagzeilen, weil der Hosea-Kutako-Flughafen in Windhoek Sicherheitsmängel vorwies und die Airbus A330 der Strecke FrankfurtWindhoek dort nicht mehr landen konnten.
Inzwischen ist etwas Ruhe eingekehrt, und es gibt wieder positivere Nachrichten: etwa, dass die Schweizer bei Air Namibia dank einem Abkommen mit Lufthansa von Zürich und Genf direkt nach Windhoek durchbuchen können, oder dass eine Kooperation mit Condor geschlossen wurde. Ausserdem hat Air Namibia im April neue Flüge von Walvis Bay nach Johannesburg sowie nach Kapstadt aufgenommen, trotz heftiger Gegenwehr von South-African-Airways-Tochter SA Express. Im Gespräch ist zudem eine mögliche Wiederaufnahme der Flüge nach Accra.
SJ



