Bei Kuoni Schweiz ist laut Ralph Weller (Leiter Personal) noch kein materieller Entscheid gefallen: «Wir sind noch in der Budgetierungsphase.» Kuoni wendet seit Jahren das Leistungsprimat an, das heisst, es werden nur gute Leistungen mit Lohnerhöhungen belohnt. Dies gilt laut Weller vor allem für den Hauptsitzmitarbeiter. Für Filialmitarbeiter kommt ein spezifisches Prämiensystem dazu, das den Geschäftserfolg der Filiale honoriert.
Die Hotelplan Swiss Group (HPSG) entscheidet gemäss Lukas Zurkinden (Leiter Human Relations) gegen Ende November. Die Lohnpolitik hängt stark von Entscheiden des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB) ab. Dieser ist an Gesamtarbeitsverträge gebunden. Für die HPSG wird es nach bewährter Praxis einen Korridor für die Erhöhung der Lohnsumme geben. Dessen genauer Wert wird jedes Jahr neu bestimmt. Nach Eintreffen der Richtlinien bespricht die Direktion das Vorgehen mit der Personalkommission. Im Normalfall wird eine Lohnerhöhung für alle Mitarbeitenden gewährt. Für ausgewiesen gute Mitarbeitende gibt es zusätzlich etwas obendrauf.
TUI Suisse setzt gemäss Dr. Harald Schaefer (CFO) rund 2% der Lohnsumme für Gehaltsanpassungen ein: «Insgesamt halten wir an der Linie zu individuellen, leistungsbedingten Saläranpassungen fest, wobei wir die unteren Saläre überdurchschnittlich an- heben.» Allfällige zusätzliche «fringe benefits» orientieren sich laut Dr. Schaefer «am Unternehmenserfolg und am Beitrag der einzelnen Mitarbeitenden zum Gesamtergebnis.» Daneben werden nach einem Bonussystem «recht hohe Boni ausgeschüttet».
Bei Travelhouse wird sich die Erhöhung der Lohnsumme laut Thomas Stirnimann (CEO) im Bereich von 1 bis 2% bewegen. Dieser Betrag wird nicht mit der Giesskanne verteilt, sondern aufgrund von Leistung, wie Stirnimann anmerkt. Bezüglich der Erhöhung der Lohnsumme orientiert er sich jeweils am Bankenwesen und an Detailhandelsunternehmen.
Globetrotter wird laut André Lüthi (CEO) die Lohnsumme für 2007 um 1,5 bis 2,5% erhöhen. Auch hier wird leistungsorientiert aufgeteilt. Die Mitarbeitenden sind zudem am EBIT-Erfolg der Filiale beteiligt, wobei dieser Betrag 2006 im Schnitt CHF 2220 pro Mitarbeitenden ausmachte. Die in der Zentrale Beschäftigten partizipieren aufgrund ihrer Qualifikation entsprechend am Gesamt-EBIT. Globetrotter garantiert darüber hinaus den 13. Monatslohn.
Bei der Knecht Reisegruppe werden die Löhne jeweils per 1. Juli angepasst. Roger Geissberger (CEO) erklärt: «Im Juli sind gewöhnlich schon 70% des Geschäfts eingefahren.» Dieses Jahr wurde die Lohnsumme per 1. Juli um 2,5% erhöht. Die Geschäftsleitung gewährt darüber hinaus eine Beteiligung am Geschäftserfolg. Das führt gemäss Geissberger in guten Jahren dazu, dass «die meisten Mitarbeitenden noch einen knappen 14. Monatslohn erhalten».
Peter Kuhn



