Frühbucher-Rabatte: Einmal top, immer top? (Ausgabe 2008-11)

Mirjam Panzer über die Buchungsstände der generalisten

Im Sommer 2007 zeigten sich die Generalisten euphorisch, da sie dank
frühen Buchungen teilweise beachtlich über dem Vorjahr lagen. Skeptiker
liessen aber lange Zeit verlauten, die Frühbucher-Rabatte sollten nicht
überschätzt werden. Und es solle erst einmal ein wenig Zeit ins Land
streichen.

Für den Sommer 2008 scheint die anfängliche Euphorie der Veranstalter
nun aber gerechtfertigt zu sein: Zweistellige Zuwachsraten lassen diese
im Moment erneut jubilieren. Die Tendenz spricht für sich: Alle
befragten Generalisten berichten von guten bis sehr guten Eingängen für
die neue Sommersaison. Ob dies ausschliesslich auf die
Frühbucher-Rabatte oder einfach nur auf die gute Konjunktur
zurückzuführen ist, kann nicht beantwortet werden. Vielleicht ist es ja
die Kumulation beider Faktoren.

Tatsache ist, dass das bereits im Dezember durch ITS Coop angekündigte
Wachstum von über 50% gehalten werden konnte. Und dies bei so gut wie
allen Destinationen. Somit gehört ITS Coop auch zu den klaren Gewinnern
der neuen Saison. Und beim Newcomer des letzten Jahres ist man
überzeugt: Diese Tatsache liegt in erster Linie an den
Frühbucher-Rabatten. Auch bei Kuoni Schweiz, dank Helvetic Tours und
seinen «Subito Preisperlen», führt man die ausserordentlich gute
Buchungslage auf die Frühbucher-Rabatte zurück. Das Gleiche gilt für
TUI Suisse. Beide Anbieter sprechen von Buchungszuwächsen von rund 20%
gegenüber dem Vorjahr. So gehören denn auch Kuoni Schweiz und TUI
Suisse zu den Gewinnern.

Wenn von Gewinnern gesprochen wird, heisst das aber noch lange nicht,
dass Hotelplan Schweiz oder FTI Touristik zu den Verlierern gezählt
werden können. Denn Verlierer sehen anders aus. Auch FTI Touristik
konnte vor allem in Ägypten, Tunesien und der Türkei im
Vorjahresvergleich ordentlich, sprich im zweistelligen Bereich,
zulegen. Und auch bei Hotelplan Schweiz gibt es keine Verlierer. Auch
hier stieg die Nachfrage für alle Destinationen im einstelligen
Prozentbereich.

Das vorläufige Fazit: Ob sich diese erfreulichen Zahlen auch in den
kommenden Saisons durch Frühbucher-Rabatte halten oder gar noch
steigern lassen, wird sich zeigen. Es bleibt zu hoffen, dass es dann
nicht heisst: «Nicht mehr getoppt, wieder gefloppt.»