Seit Juli sind die neuen Modular-Angebote von FTI auf dem Schweizer Markt. Die Zeiten für die Lancierung eines neuen Produkts waren schon besser. Ein gesättigter Markt, der starke Schweizer Franken und die wachsende Online-Konkurrenz sind Herausforderungen, denen sich neue Angebotslinien stärker stellen müssen als etablierte Produkte. Zudem setzt FTI klar auf den Vertrieb via Reisebüro-Partner, doch etliche von ihnen sind im laufenden Jahr mit stagnierenden oder gar rückläufigen Umsätzen konfrontiert.
Das Team rund um Matthias Huwiler, welches für die Produktion der Modular–Linie verantwortlich zeichnet, ist von der Vielfalt, der Qualität und der Preisgestaltung der Angebote überzeugt. Und in Basel ziehen die Vertriebsverantwortlichen alle Register, um am Markt Erfolg zu haben. Ein neues Zweisäulen-Kommissionsmodell soll den Vertrieb zusätzlich für das neue Modular-Angebot sensibilisieren und gleichzeitig für den Verkauf der Pauschal-angebote bei der Stange halten.
Nachdem FTI das Image des Mittelklasse-Segment-Anbieters nie ganz abschütteln konnte, will man mit dem Modular–Bereich im Kreis der gehobenen Reisen eine wichtige Rolle spielen. Ob Konsumenten und Vertriebspartner im Schweizer Markt das Angebot annehmen, wird sich in einem Jahr zeigen. Dann werden erste Zahlen und Erfahrungen vorliegen. Und es wird klar werden, wie attraktiv und gefragt die FTI-Produkte und wie gut die Zusammenarbeit und die Abwicklung von Buchungen wirklich sind, um einen Wechsel von Prioritätspartnerschaften in Betracht zu ziehen.
Bei TUI Suisse durch die Geschichte von TUI Flex Travel und Matthias Huwiler wohl am ehesten von einem Shifting betroffen gibt man sich gelassen. Bei FTI spricht man offen von einem Übergangsjahr. Das Ziel für das Geschäftsjahr 2016/17 ist hingegen klar definiert: Einen grösseren Schub an Agenten- und Prioritätsverträgen. Die nächsten Monate werden zur Bewährungsprobe für FTI.



