«Eine Autostunde von Dubai entfernt und komplett anders.» So bewirbt Steven Rice, CEO der Ras Al Khaimah Tourism Development Authority, gerne «sein» Emirat. Kurz zusammengefasst, stützt sich die touristische Strategie von Ras Al Khaimah auf die Pfeiler Strände, Natur, Geschichte & Kultur sowie auf eine entspannte und friedvolle Atmosphäre.
Noch beschreibt Rice das Emirat als «Geheimtipp», doch damit könnte es bald vorbei sein. 63% beträgt das Plus an Gästeübernachtungen im ersten Halbjahr 2014, über eine Million sind es in realen Zahlen. Die meisten kommen aus den anderen Emiraten, vor allem aus Dubai. Auf Platz zwei der Quellmärkte folgt Russland, dann bereits Deutschland.
Bisher hat Ras al Khaimah vor allem die Familien im Fokus, aber auch für Luxusgäste, das Segment 50+ und für Sportler entstehen immer mehr Angebote. Für letztere etwa will man das Kletter-, Bike- und Adventure-Angebot stark ausbauen.
Machthaber Scheich Saud bin Saqr Al Qasimi, der seit 2010 am Ruder ist, zeigt sich dabei sehr am Tourismus interessiert und subventioniert viele Produkte.
Entsprechend rasch nimmt die Anzahl der Hotels zu. Paradebeispiel ist die künstliche Insel Marjan Island, die als touristischer Hotspot des Emirats gilt und auf der alleine seit Anfang Jahr drei Hotels eröffnet wurden. «Wir wollen aber nicht alles mit Hotels vollpflastern und werden uns in Zukunft deshalb eher auf die Entwicklung von Attraktionen konzentrieren», sagt Rice, «die Unterkünfte sollen aufgrund des touristischen Angebots entstehen, nicht umgekehrt.»
SJ
