Germanwings-Absturz: Airlines reagieren (Ausgabe 2015-14)

Der Absturz von Germanwings-Flug 4U 9525 führt bereits zu Änderungen im Flugbetrieb. Nachdem bisher alles darauf hindeutet, dass der Co-Pilot den Absturz willentlich herbeigeführt hat, als er allein im Cockpit war, haben diverse Airlines mit der «Rule of two» reagiert: Zu jedem Zeitpunkt des Fluges müssen sich mindestens zwei autorisierte Personen im Cockpit aufhalten. Verlässt einer

Der Absturz von Germanwings-Flug 4U 9525 führt bereits zu Änderungen im Flugbetrieb. Nachdem bisher alles darauf hindeutet, dass der Co-Pilot den Absturz willentlich herbeigeführt hat, als er allein im Cockpit war, haben diverse Airlines mit der «Rule of two» reagiert: Zu jedem Zeitpunkt des Fluges müssen sich mindestens zwei autorisierte Personen im Cockpit aufhalten. Verlässt einer der Piloten seinen Platz, muss ein Mitglied der Kabinencrew ins Cockpit. Was in den USA – und übrigens auch bei Intersky – bereits Standard war, gilt nun für zahlreiche weitere Airlines, darunter Swiss, Edelweiss, Helvetic Airways, Air Berlin, Lufthansa, Germanwings und Easyjet. Lufthansa hat zudem die Position eines Konzern-Sicherheitspiloten geschaffen, der die Sicherheit weiterentwickeln soll. 

Ob es weitere Anpassungen geben wird, ist offen. Im Gespräch ist eine Änderung der ärztlichen Schweigepflicht, sodass ein Arzt die Airline informieren kann, wenn er den Piloten krankschreibt.

SJ