Sechs Monate war es ruhig um Michael Grütter. Doch seit seinem Abgang von Nazar Ende März bereitete Grütter seine weitere berufliche Karriere vor. Vor einem Monat stieg Branchenprofi Michael Grütter als Teilhaber bei Puls Sport Reisen ein. Jetzt hat er den Auftrag bekommen, in der Schweiz den Grundstein für den Markteintritt von ETI zu legen. In Deutschland ist ETI seit 1998 auf dem Markt, seit drei Jahren werden diese Produkte auch in Österreich vertrieben. Besitzer von Express Travel International ist die 1985 gegründete, ägyptische Hotelkette Red Sea Hotels Egypt.
«Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Ich bin von ETI nicht angestellt und werde nach der erfolgreichen Lancierung auch nicht mehr für ETI tätig sein», erklärt Grütter. Er sei nur eine Art Projekt(beg)leiter für ETI. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Suche nach geeigneten Verkaufsräumen in Zürich und Angestellten. Bis Mitte November sollte die Suche abgeschlossen, die Homepage aufgeschaltet und der Katalog (gültig bis Sommer 2008) produziert sein. Als offizielle Geschäftsführerin von ETI Schweiz wird Maja-Jennifer Köhl amtieren. Sie ist schon heute verantwortlich für die Programme in Deutschland und Österreich. Die zweite Person, die im Handelsregister eingetragen ist, Alexandra Patricia Avila, werde in der Schweiz dagegen nicht operativ tätig sein.
Geplant sind der Beitritt zum Garantiefonds der Schweizer Reisebranche, zum SRV und ZRV. Diese Schritte würden begleitend zur Eröffnung der Büros geführt. ETI fokussiert mit seinem Eintritt auf den Schweizer Markt nicht nur Direktkunden, sondern will auch mit den Reisebüros zusammenarbeiten. Die CETS-Buchbarkeit ist eine der Prioritäten von Grütter. Für die Retailer wird ein auf die Schweiz bezogenes Modell für Kommissionen (zwischen 10 und 12%) und Superprovisionen erarbeitet.
Das ETI-Mutterhaus in Ägypten besitzt neben der Red Sea Hotelgruppe die Nilschiff-Flotte Grand Cruises und die Incoming-Agentur Cairo Express Travel mit eigenen Bussen und Reiseleitern. Dank diesem Konglomerat können die Preise sehr spitz kalkuliert werden und die Programme günstig auf dem Markt angeboten werden. «Die Angebote von ETI bewegen sich im sehr günstigen Bereich, doch das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ausgezeichnet», meint Grütter. Und dank der Fluglösungen mit Air Berlin (sprich ex-Belair) sind auch Direktflüge von der Schweiz nach Hurghada und Sharm el Sheikh möglich. «Es gibt keinen Grund, weshalb ETI in der Schweiz nicht erfolgreich sein sollte», ist Grütter zuversichtlich.
GC



