Hohmeister: «GDS versetzen Agenten in gefährliche Situation» (Ausgabe 2008-14)

Harry Hohmeister, Distributions-Chef der Swiss, nimmt Stellung zum Vorzugspreismodell.

Hohmeister äussert sich im aktuellen «travel manager» erstmals
ausführlich zu den GDS-Gebühren und den Vorzugspreisen von Swiss. Er
wehrt sich dabei gegen den Vorwurf, dass ein Problem zwischen Airlines
und GDS auf dem Rücken der Reisebüros ausgetragen werde: «Durch ihre
rigide Haltung versetzen die GDS die ganze traditionelle
‹Vertriebswerkbank› und damit die Reisebüros im Vergleich zur
günstigeren Internet-‹Vertriebswerkbank› der Low-Cost-Carrier in eine
gefährliche, benachteiligte Situation – einzig um den eigenen Profit zu
sichern.»

Das Grundübel liege im protektionistischen GDS-Markt in Europa, der die
Verhandlungsposition der Airlines schwäche. «Entweder senken die GDS
ihre Kosten massiv, oder wir müssen die Kostennachteile weitergeben»,
meint Hohmeister.

Falls die GDS weiterhin eine marktfremde Gebührenpolitik betreiben,
seien die Airlines aus Markt- und Wettbewerbsgründen gezwungen, diesen
Vertriebskanal zu überdenken – was auch für die Reisebüros negative
Folgen hätte. Dieses Szenario möchte Swiss jedoch vermeiden: Sowohl GDS
wie Reisebüros würden einen Mehrwert bieten, der auch etwas kosten
dürfe.

Das ausführliche Interview mit Harry Hohmeister ist in der neuen Ausgabe von «travel manager» zu lesen.