Wie angekündigt hat Hotelplan Suisse eine Charter-Partnerschaft mit der neu gegründeten Germania Flug AG unterzeichnet. Der Veranstalter wird in der Sommersaison 2015 mit der neuen Schweizer Airline auf die griechischen Inseln, nach Zypern, in die Türkei, nach Tunesien und nach Ägypten fliegen. Voraussetzung für letztere drei Ziele ist ein Schweizer AOC (Air Operator Certificate), da sowohl Start als auch Ziel ausserhalb der EU liegen. Der Ball liegt zurzeit beim BAZL, Hotelplan-Suisse-CEO Kurt Eberhard zeigt sich aber «zuversichtlich, dass sie in den kommenden Monaten erteilt wird».
Die spanischen Inseln sucht man in der obigen Aufzählung vergeblich. «Wir werden voraussichtlich ohne Vollcharter nach Spanien operieren, dafür mit beträchtlichen Teilkontingenten auf Air-Berlin-Flügen», erklärt Tim Bachmann, Director TO Shorthaul, Beach & Cities bei Hotelplan Suisse, «das Flugangebot ist derart gross, dass sich ein Vollcharter nicht lohnen würde.» Dasselbe gilt übrigens für den gesamten Standort Genf, wo laut Bachmann der Flugmarkt stark in Bewegung ist nicht zuletzt wegen der Billig-Airline Easyjet, die per Linienflug-anbindung ebenfalls buchbar ist. Der TO wird in Genf (und auch in Basel) deshalb nur auf Teilcharter setzen.
In Zürich wird die Germania Flug AG dafür sogar zwei Maschinen des Typs Airbus A319 mit 150 Plätzen stationieren. Im Innern der Maschine werden beide mit dem Brand «Holidayjet» ausgestattet, der sich im Eigentum von Hotelplan Suisse befindet. Die eine Maschine wird auch aussen mit «Holidayjet operated by Germania» angeschrieben sein und für Hotelplan Suisse unterwegs sein. Der TO ist aber nicht an der Airline beteiligt. Das andere Flugzeug bleibt aussen im Germania-Design und wird nur einzelne Rotationen für Hotelplan Suisse fliegen. Für das restliche Programm hatte Germania-CEO Andreas Wobig bereits vor einiger Zeit angekündigt, «Ethnic Traffic» in den Balkan aufzulegen.
Das Charterprodukt von Hotelplan Suisse wird laut Bachmann unkompliziert daherkommen. «Es wird ein demokratisches Flugzeug, bei dem jeder Sitz gleich ist. Upgrade-Produkte wie Family oder Comfort gibt es nicht mehr. Sitzplatzreservierungen sind kostenpflichtig, inklusive ist dafür die Verpflegung und Gepäckaufgabe.»
SJ
