Dass die Hotelplan-Gruppe in die schwarzen Zahlen zurückkehren wird, hatte sich in den letzten Wochen und nach einem entsprechenden Statement von Migros-Chef Herbert Bolliger bereits abgezeichnet. Der Geschäfts-bericht 2013/2014, der am letzten Dienstag präsentiert wurde, bestätigt dies nun: Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) liegt bei CHF 26,6 Mio. «Dies ist das beste Resultat seit dem Geschäftsjahr 2006/2007», freut sich Group-CEO Thomas Stirnimann. Die EBIT-Kennzahl wird heuer nicht mehr bekanntgegeben, befinde sich aber ebenfalls im positiven Bereich. Der Umsatz stieg gleich um 17% auf CHF 1,32 Mia., was zu einem grossen Teil aber auf die Akquisition von Inter Chalet zurückzuführen ist. Ohne diesen Effekt beträgt das organische Wachstum 3,5%.
Hotelplan Suisse hat seinen Teil dazu beigetragen, auch wenn die Schweiz gemäss CFO Markus Glesti ein regelrechtes «Intervalltraining» hinter sich hat. Nach einem starken Buchungswinter 2013/2014 sei das Geschäft ab Mitte Januar deutlich zähflüssiger geworden, bevor es im Sommer und Herbst wieder anzog. Die Bilanz dieser Berg- und Talfahrt: Das operative Ergebnis (EBITA) stieg von CHF 7,1 Mio. auf CHF 12,5 Mio. Der Umsatz konnte erstmals seit vielen Jahren wieder um 4,6% gesteigert werden und betrug CHF 550,5 Mio. Unter anderem war ein Online-Zuwachs von rund 30% dafür verantwortlich. Das Retailing konnte laut CEO Thomas Stirnimann sogar einen Rekordertrag erzielen. Die Geschäftsreisetochter BTA First Travel entwickelte sich stabil, musste aber deutlich weniger Umsatz verrechnen, da mit Egencia ein Grosskunde wegfiel.
Vom laufenden Geschäftsjahr ist bereits wieder ein Drittel absolviert. Der Entscheid der Nationalbank, den Euro-Mindestkurs aufzuheben, wird Hotelplan Suisse einen Umsatzrückgang bescheren. «Kurz nach dem SNB-Entscheid haben wir unsere Preise bis zu 20% gesenkt. Heute liegen sie noch ca. 15% tiefer als beim Saison-start», erklärt Stirnimann. Er hofft aber, dass der «signifikante Passagierzuwachs» diesen Rückgang weitgehend kompensieren wird.



