Hotelplan Suisse plant eine neue Schweizer Ferien-Airline (Ausgabe 2014-34)

Unter dem Projektnamen «Holidayjet» wird zusammen mit Germania derzeit an einer neuen Charterlösung mit Schweizer Anstrich gefeilt.

Wenn alles klappt, erhält die Schweiz ab nächstem Sommerflugplan eine neue Airline. Hotelplan Suisse gleist sein Chartergeschäft neu auf und setzt dabei auf die deutsche Germania, wie bereits vor einem Monat bekannt wurde (TI berichtete). Damit der Veranstalter die Chartermaschinen auch ausserhalb des EU-Raums einsetzen kann, bemüht man sich zusammen mit Germania nun um ein Air Operator Certificate (AOC) in der Schweiz.

Germania würde damit eine Art Tochtergesellschaft in der Schweiz gründen. Der Airline soll auch ein Schweizer Anstrich verpasst werden. wie Hotelplan-Suisse-CEO Kurt Eberhard im TI-Interview enthüllt: «Der Projektname dafür lautet ‹Holidayjet› – definitiv ist er aber noch nicht. Ziel ist es, mit einer Schweizerflagge fliegen zu können.»

Die Zusammenarbeit mit der tschechischen Travel Service Airlines findet damit nach gut eineinhalb Jahren ein Ende. An der Qualität soll es nicht gelegen haben. «Es ist ein ausgezeichnetes Produkt. Aber die Maschine war mit 189 Plätzen etwas zu gross für uns, und wir suchten einen Partner, mit dem wir auch Zielgebiete ausserhalb der EU anfliegen können», erklärt Eberhard. Mit Travel Service war dies aufgrund des fehlenden Schweizer AOC nicht gegeben, weshalb diverse Alternativen zum Einsatz kamen – etwa Air Cairo nach Ägypten. 

Mit Germania wird künftig ein A319 mit 150 Plätzen zum Einsatz kommen, 39 Sitze weniger pro Flug. Hatte man bei Travel Service mit Überkapazitäten zu kämpfen? Eberhard: «Sagen wir es so: Mit Germania bzw. Holidayjet werden wir in der Hochsaison wohl gelegentlich zu wenig Plätze haben und in der Nebensaison ein paar wenige zu viel.» Bereits im kommenden Winter wird Travel Service nicht mehr zum Einsatz kommen. Dafür wird vermehrt auf Air Berlin gesetzt – entweder mit Teilkontingenten oder auch mit Vollchartern.

AH/SJ