Herr Papantoniou, wann haben Sie sich entschieden, für den Vorsitz des Corps Touristique zu kandidieren?
Das war im letzten Jahr am TTW in Lausanne. Meine Vorgängerin, Michelle Pétermann, kam damals auf mich zu und sagte, sie wolle das Amt abgeben, ob ich Interesse hätte. Ich musste nicht lange überlegen, denn das Corps Touristique ist wirklich eine gute Sache. Den Austausch mit den verschiedenen CT-Mitgliedern, seien dies die 21 Ländervertretungen, die beteiligten Reiseveranstalter oder die Medien, finde ich sehr wichtig. Wir können unsere Erfahrungen austauschen und darüber diskutieren, welche Marketingmassnahmen Sinn machen und wo noch Handlungsbedarf besteht.
Sie haben das Amt vor rund zwei Wochen übernommen. Was stand bis jetzt auf Ihrer CT-Agenda?
Michelle Pétermann hat mir die Unterlagen übergeben und ich bin zurzeit daran, mich in mein neues Amt einzuarbeiten und mir einen umfassenden Überblick zu verschaffen.
Welche Ziele haben Sie sich für Ihre Präsidentschaft gesetzt?
Mir ist wichtig, die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern zu intensivieren. Bisher fanden jeweils zwei Zusammenkünfte pro Jahr statt. Das waren einerseits die Generalversammlung und andererseits das gemeinsame Weihnachtsessen. Neu werden wir uns viermal jährlich treffen. Ein erstes gemeinsames Essen ist nach den Sommerferien geplant. Dann werden wir eine Auslegeordnung machen und besprechen, welche Massnahmen zuoberst auf die Traktandenliste gehören.
Sind denn bereits Marketingmassnahmen geplant?
Auch dies wird an der ersten Sitzung besprochen. Das Corps Touristique wird aber auf jeden Fall wieder mit einem Stand am TTW in Lausanne und in Zürich präsent sein. Welche Länder vertreten sein werden, ist aber noch offen. Auch die Zusammenarbeit mit den Medien ist uns sehr wichtig. Einen Medienanlass habe ich schon einmal ins Auge gefasst, konkrete Pläne gibt es diesbezüglich aber derzeit noch nicht.
Ende April wurde in TRAVEL INSIDE darüber berichtet, dass man auf der Webseite von Turespaña, einem CT-Mitglied, Reisen buchen kann. Sie haben sich damals explizit gegen dieses Vorgehen ausgesprochen.
Das ist richtig. Ich bin immer noch der Meinung, dass es nicht die Aufgabe eines Fremdenverkehrsamtes ist, Reisen zu verkaufen. Dafür haben wir unsere Partner, die Reisebüros. Ich werde mich nochmals vertieft mit der Angelegenheit befassen und sie auf jeden Fall an der nächsten Zusammenkunft des Corps Touristique zur Sprache bringen.
NDR
