Seit dem 27. Dezember durchlebt Kenia eine innenpolitische Krise; es
kam zu Unruhen mit Todesfällen. Touristen blieben von den Unruhen zwar
weitgehend verschont, und gerade die Badeferienzone rund um Mombasa
blieb vergleichsweise ruhig. Der Tourismus leidet dennoch stark.
Laut Christoph Arnet, Director Marketing & Sales des African Safari
Club (ASC), ist die Lage schwierig, aber nicht aussichtslos: «Wir
verzeichnen immer noch Neubuchungen, allerdings 30% weniger im
Vergleich zum üblichen Aufkommen um diese Jahreszeit. Erfreulich ist,
dass die Vorausbuchungen bis Ostern und für den Sommer gut sind und
auch kaum Stornierungen verzeichnet wurden.» Zurzeit sind rund 1000
ASC-Kunden vor Ort, darunter 200 aus der Schweiz.Die Auslastung des
Airbus A310-308 von African Safari Airways (ASA) sowie der eigenen
Hotels in der Region Mombasa liege zurzeit um die 60%. «Falls dies
andauert, haben wir ein Problem», weiss Arnet. Für die Schweizer
Ferienmessen wurde aber eine neue Preisliste herausgegeben; der ASC
wird auch viel Aufklärungsarbeit leisten.
Nachdem sich die Protestaktionen abschwächen, hat Grossbritannien seine
Reisehinweise für Kenia gelockert. «Wir hoffen, dass Deutschland und
die Schweiz bald nachziehen werden», erklärt Arnet. Die Chancen stehen
gut: Schweizer Vertreter haben an EU-Gesprächen über die
Sicherheitslage in Kenia teilgenommen. Dem Vernehmen nach besteht die
Möglichkeit, dass nun einige EU-Länder und auch die Schweiz nochin
dieser Woche die Reisehinweise für Kenia lockern.
Je schneller, desto besser: Nach Ostern kommt für Kenia die Tiefsaison
JCR/DW
