«Kenia bleibt beliebtestes Reiseland in Ostafrika» (Ausgabe 2008-02)

Urs Bellmont, Direktor Private Safaris Der Afrika-Kenner äussert sich zu den politischen Unruhen in Kenia.

Obwohl kein Feriengast in Kenia von den Ereignissen direkt betroffen
war, haben sich die Wirren unmittelbar auf das Buchungsverhalten von
potenziellen Kenia-Gästen ausgewirkt.

Für den Edelweiss-Flug vom 6. Januar nach Mombasa haben 56 Passagiere
ihre Reservation kurzfristig geändert, für 13. Januar 43 Reisende. Die
Herausforderungen im Blick auf die Umbuchungen während der Festtage
waren gross, sie wurden aber dank dem professionellen Handeln der
betroffenen Reisebüros hervorragend bewältigt. Der Reisebürofront
gebühren einmal mehr ein ganz grosses Dankeschön und Anerkennung.

Aufgrund der Medienberichterstattung und der Empfehlungen des EDA
(Deutschland hat den Reisehinweis bereits wieder abgeschwächt, die
Schweiz wird sicher innert kürzester Zeit folgen) haben die
Verantwortlichen von Private Safaris Verständnis für die Umbuchungen.
Es gilt aber festzuhalten, dass seit dem Beginn der Unruhen in Kenia zu
keiner Zeit Touristen in Gefahr waren. Die Ferienregionen an der Küste
und in den Nationalparks waren nicht betroffen. Kaum ein Feriengast,
der seine Ferien frühzeitig beenden wollte! Die Flughäfen in Nairobi
und Mombasa sind geöffnet, und alle Flüge verlaufen planmässig. Auch
die Hauptstrassen zwischen den Hotels in Nairobi und Mombasa sind
problemlos befahrbar.

Die Mitarbeitenden von Private Safaris beobachten die politische
Situation an Ort und Stelle sehr sorgfältig. Ein überhastetes Handeln
wie etwa die Aufgabe der Charterkette nach Mombasa ist nicht angezeigt.
Wer hinter dieser Haltung wirtschaftlichen Druck oder etwa
Gewinnstreben als wahren Grund vermutet, sollte über die direkten
Folgen allfälliger Charter-Annullationen nach Kenia nachdenken. Die
ersten Leidtragenden wären die Arbeitnehmenden in den Hotels und der
ganzen lokalen Tourismuskette. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit und das
Entfachen weiterer sozialer Brandherde wären die fatalen Konsequenzen.
Zweifellos: Die Sicherheit und das Wohl der Gäste von Private Safaris
stehen an erster Stelle – das Unternehmen ist sich seiner Verantwortung
gegenüber Partnern und deren Mitarbeitenden aber ebenso bewusst. Der
Tourismus ist für Kenia eine der zentralen Lebensadern. Sie zu kappen,
wäre verantwortungslos.

Die Verantwortlichen von Private Safaris sind überzeugt, dass sehr bald
wieder positive und faszinierende Bilder Kenia prägen werden. Bilder
von der afrikanischen Weite, der wilden Tierwelt und den
unvergleichlichen Sonnenuntergängen, welche das einzigartige «Out of
Africa»-Erlebnis ermöglichen. Die touristische Entwicklung wird
weitergehen, und Kenia wird auch in Zukunft das beliebteste Reiseland
in Ostafrika bleiben.

Die Wahlen in Kenia und die nachfolgenden Unruhen haben einmal mehr vor
Augen geführt, wie eng Demokratie und Menschenrechte mit dem Tourismus
verbunden sind.