Knecht setzt erstmals über 150 Millionen Franken um (Ausgabe 2007-51)

Anlässlich des Knecht Edutainment in Bellwald (Seite 11) gab Roger Geissberger, CEO der Knecht Reisegruppe, gegenüber TI Einblick in einige Zahlen und Tendenzen zum Geschäftsjahr 2007. Detaillierte Zahlen werden im Frühling präsentiert. Nach dem Abgang von Globetrotter als Prioritätspartner und der Übernahme von Travelhouse durch Hotelplan (mit Africantrails und Skytours/Ozeanien besitzt Hotelplan nun zur Gruppe

Anlässlich des Knecht Edutainment in Bellwald (Seite 11) gab Roger
Geissberger, CEO der Knecht Reisegruppe, gegenüber TI Einblick in
einige Zahlen und Tendenzen zum Geschäftsjahr 2007. Detaillierte Zahlen
werden im Frühling präsentiert.

Nach dem Abgang von Globetrotter als Prioritätspartner und der
Übernahme von Travelhouse durch Hotelplan (mit Africantrails und
Skytours/Ozeanien besitzt Hotelplan nun zur Gruppe gehörende
Veranstalter für zwei wichtige Knecht-Zielgebiete) seien die
Voraussetzungen für 2007 nicht die besten gewesen. «Das hat uns rund
sieben Millionen Franken Umsatz gekostet», erklärt Geissberger. Umso
erfreulicher seien die per Ende Jahr zu erwartenden Zahlen.

Geissberger rechnet – die Firmenzukäufe ausgeklammert – mit einem
Umsatzwachstum für die Gruppe von 11,8 bis 12,5%, je nach Verlauf des
Dezembers. Auf der Basis des Umsatzes 2006 hochgerechnet wird die
Reisegruppe damit erstmals die Grenze von 150 Mio. Franken übertreffen.
Das Retailing habe 15% zugelegt, das Touroperating komme trotz der
verlorenen sieben Millionen auf ein Plus von 11%. Verlierer seien aus
den erwähnten Gründen die Bereiche Ozeanien (–5%) und Südafrika (–6%).
«Wir konnten dies mit Nord- und Südamerika sowie dem Gruppengeschäft
jedoch mehr als wettmachen. Ich bin sehr zufrieden», so Geissberger.

Latino Travel liege mit einem Umsatzplus von 15% über den Erwartungen,
die Rentabilität habe aber noch Steigerungspotenzial. Die Übernahme von
Hoss sei ein Volltreffer gewesen, die Integration gehe gut voran, was
auch auf Lohri und Kira zutreffe.

Bei Kira zeigt sich Geissberger mit dem Umsatz sehr zufrieden, der
Gewinn sei noch verbesserungsfähig. Bei Baumeler habe man viel
Marketinggeld investiert, um ein Wachstum von 10% zu erreichen. Mit 2%
habe man das Ziel klar verfehlt, doch die Profitabilität sei gut.
Mittelthurgau habe man sehr schnell integriert, die Eigenproduktion
verdreifacht und ein Umsatzwachstum von 4% erreicht. Die Rentabilität
sei auf gutem Weg, führt Geissberger aus.

Die Ziele für 2008 sind klar definiert: «Wir wollen die Integration von
Kira, Latino und Mittelthurgau abschliessen. Dies und die
Qualitätssicherung sind mir fast wichtiger als Umsatzwachstum. Trotzdem
rechne ich bei anhaltend guter Wirtschaftslage mit einem Umsatzplus von
5%. Aufgrund der eher etwas verhaltenen Herbstzahlen habe ich ein
zweites Szenario mit einem Nullwachstum eingeplant.»    

UH