Die Stossrichtung auf der Kurz- und Mittelstrecke ist klar vorgegeben: Im Osten kriselt es, die Nachfrage nach der Türkei, Ägypten sowie den griechischen «Flüchtlings-Inseln» Kos und Rhodos ist schwach. Dafür erlebt die Branche einen gewaltigen Spanien-Boom; Italien, Portugal und die restlichen griechischen Inseln profitieren ebenfalls. «In diesen Destinationen wird es schon sehr bald zu Engpässen an Hochsaison-Daten kommen; viele Zimmerkategorien wie z.B. Familienzimmer sind rasch ausgebucht», sagt Kuoni-Schweiz-CEO Marcel Bürgin. Die Kuoni-Marke Helvetic Tours hat soeben Zusatzflüge nach Fuerteventura, La Palma, Kreta und Zypern für den Herbst aufgelegt. Und der TUI-Konzern hat schon frühzeitig die Kontingente – in Spanien erhöht, was nun auch TUI -Suisse zugutekommt. Hotelplan Suisse hat derweil die Kontingente für die Türkei und Tunesien reduziert und die Ägypten-Vollcharter ab Mitte Januar annulliert.
Einige Branchenexperten gehen aber davon aus, dass das Pendel wieder
zurückschlagen wird. «Wenn die Kapazitäten auf den spanischen Inseln erschöpft sind, wird sich zeigen, ob die Südtürkei doch wieder stärker ins Rennen kommt», sagt Andi Restle von ITS Coop. So sieht es auch Bürgin: «Die Nachfrage ins östliche Mittelmeer wird dank eines sehr guten Preis-LeistungsVerhältnisses wieder zunehmen.»
SJ/JW



