Wenn wir uns einen Besuch im Restaurant leisten, wohin gehen wir dann?
Dorthin, wo eine 08/15-Speisekarte im Aushang klebt und man recht anonym bedient wird? Oder dorthin, wo die Menüs egal ob Gourmet- oder Hausmannskost mit Liebe zusammengestellt sind, wo der Service weiss, welchen Wein wir gerne trinken und der Patron uns persönlich nach unserem Befinden befragt? Die Antwort liegt auf der Hand. In diesem Fall finden wir es nicht einmal lästig, wenn sich das Restaurant erlaubt, uns über sein aktuelles Angebot ab und an per Newsletter auf dem Laufenden zu halten.
Ebenso verhält es sich mit dem Coiffeur, sogar mit dem Physiotherapeuten und eben mit dem Reisebüro. In einer Welt, in der wir von Schnäppchen und angeblichen einmaligen Gelegenheiten überflutet werden, wollen wir auch einmal als Individuum angesprochen werden. Ein Individuum mit bestimmten Wünschen und ganz eigenen Vorlieben. Und wir wollen uns verstanden fühlen, den Eindruck haben, da hat jemand etwas nur für uns zusammengestellt. Dann sind wir auch bereit sofern wir es uns leisten können , den Preis dafür zu bezahlen. Auch wenn es jenseits der Grenze im gelobten Euroland bestimmt 20% billiger wäre.
Während der Reise vergessen wir vielleicht, wer uns beim Kreieren dieses besonderen Erlebnisses geholfen hat. Aber wenn wir bei der Rückkehr von unserem Reisebüro ganz unaufdringlich und ohne durchsichtige Verkaufsabsichten gefragt werden, wie es uns ergangen ist, werden wir ganz automatisch daran erinnert. Und dann ist auch klar, an wen wir uns vor unserer nächsten Erlebnistour wenden: an das Reisebüro unseres Vertrauens. Denn dort weiss man wenn das Personal stabil ist oder wenn das Customer Relation-ship Management System perfekt funk-tioniert , welche Ferien uns glücklich machen. Diesen Vorteil des Kundenvertrauens sollte jeder Dienstleister so ernst nehmen wie nur möglich. Denn das ist sein grösster Trumpf gegenüber der Massenware.
Stephanie Günzler



