Nach dem «Buchungsstau» hoffen TOs auf Last Minutes (Ausgabe 2016-09)

Der Buchungseingang bei den Veranstaltern hat sich etwas verbessert.

Nach den ersten zwei Monaten des Jahres, einer buchungstechnisch enorm wichtigen Zeit, hat TI die Schweizer Veranstalter zum Geschäftsverlauf befragt. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus:

• Die Generalisten sind durchzogen ins neue Jahr gestartet. TUI Suisse und ITS Coop vermelden bei Pax und Umsatz ein Plus; die anderen liegen etwas zurück oder flüchten sich in Floskeln.

• Jahresende und -anfang waren bei den grossen TOs schwach; bei den Badeferien ist die Rede von einem «Buchungsstau» bis Mitte Februar. Seither hat das Geschäft angezogen.

• Badeferien werden heuer extrem kurzfristig gebucht – darauf hoffen jedenfalls die Veranstalter. Die Kunden seien aufgrund der geopolitischen und wirtschaftlichen Lage verunsichert, ausserdem würden sie auf Schnäppchen warten.

• Die Türkei wird heute in einem Atemzug mit Ägypten und Tunesien genannt, wenn es um schwach nachgefragte Destinationen geht. Einige erwarten aber ein Comeback des östlichen Mittelmeers, da es im Westen zu Engpässen kommt.

• So lange profitieren die «stabilen» Destinationen, allen voran die spanischen Inseln. Aber auch der Norden boomt.

• Die Währungssituation zeigt sich im Vorjahresvergleich – bereits nach dem Frankenschock – stabil. Überkapazitäten machen Ferien trotzdem günstiger. Ausnahmen: Balearen, Kanaren, USA. Auch das sich öffnende Kuba wird bereits teurer.

• Die durchschnittliche Dossiergrösse bleibt ungefähr gleich. Das bedeutet, dass die Schweizer die leicht gesunkenen Preise durch höherwertige Produkte ausgleichen. 

• Die interessanteste Aussage: «Wir sehen unsere TO-Gebiete im Aufwind, während der Schalter ein schwieriges Jahr vor sich haben dürfte» (Roger Geissberger, Knecht Reisegruppe).

SJ/JW