Princess Cruises, eine Marke von Carnival Corp., hat sich entschieden, den gegenwärtig bei Fincantieri im Bau stehenden 143000 BRZ-Neubau nach seiner Auslieferung im Sommer 2017 ganzjährig in Shanghai zu stationieren. Dabei handelt es sich um die dritte Einheit der Royal-Klasse, die über eine Kapazität für 3600 Passagiere (untere Betten) verfügt. Der Neubau soll auch spezifische Bedürfnisse des chinesischen Marktes aufgreifen. Princess ist schon seit einiger Zeit in China aktiv und setzt u.a. seit letztem Jahr die Sapphire Princess saisonal ab Shanghai ein.
Damit geht der Run der Grossreedereien auf den chinesischen Markt in die nächste Runde: Nachdem Royal Caribbean, hinter Carnival Corp. die Nummer 2 im globalen Cruise-Business, in diesem Sommer mit der Quantum of the Seas neue Standards ab Shanghai setzt (und 2016 mit der neuen Ovation of the Seas ab Tianjin/Beijing nachdoppelt), setzt nun also auch Carnival Corp. mit der Marke Princess Cruises ab 2019 einen spektakulären Neubau in China ein. Dieser Markt wird als höchst vielversprechend beurteilt: Experten gehen davon aus, dass bis im Jahr 2020 über vier Millionen Chinesen Kreuzfahrten machen werden. Mit der Neubau-Strategie wollen die Reedereien aber nicht nur den chinesischen Heimmarkt, sondern auch das westliche Stammpublikum auf der Suche nach neuen Routen ansprechen.
Speerspitze von Carnival Corp. in China bildet aber seit einigen Jahren bereits die Marke Costa. Neu ist nebst der Costa Atlantica und der Costa Victoria seit kurzem auch die Costa Serena ganzjährig in Shanghai stationiert. Im nächsten Jahr soll zudem noch die Costa Fortuna die China-Flotte von Costa verstärken. Und Carnival sorgt noch mit einer weiteren Initiative für Gesprächsstoff, welche die langfristigen Perspektiven aufzeigt: Mit der grössten chinesischen Werft CSSC (China State Shipbuilding Corporation) wurde eine Vereinbarung unterzeichnet, in die auch die italienische Grosswerft Fincantieri eingebunden ist. Das Ziel: Der Bau von Schiffen für den chinesischen Markt und deren Vermarktung. Kein Zweifel: Fortsetzung folgt.
BE



