Die CEOs von American Airlines, Delta Air Lines und United Airlines traten im National Press Club gemeinsam auf, um die von ihnen erhobenen Anschuldigungen gegenüber den Golf-Carriern genauer zu erläutern. Dies berichtete der arabische Fernsehsender «Al Jazeera».
American-CEO Doug Parker erklärte, dass Emirates, Qatar und Etihad Airways ihre Flugfrequenzen in die USA seit Januar, als der Disput begann, um 25% erhöht hätten. Er warf ihnen des Weiteren vor, es mit der Expansion sehr eilig zu haben, um einer allfälligen Blockierung neuer Flüge durch die US-Regierung zu entgehen. United-CEO Jeff Smisek erklärte zudem, dass die US-Airlines mit ausländischen Rivalen konkurrieren können, es aber nicht mit Regierungen oder energiereichen Staaten wie Katar oder den Vereinigten Arabischen Emiraten aufnehmen könnten.
Die US-Airlines unterstellen den drei grossen Middle-East-Carriern, nur schuldenfrei zu sein, weil diese seit 2004 über USD 42 Mia. Staatshilfe von ihren Regierungen erhalten hätten. Deshalb fordern diese nun von der Obama-Regierung, die Abkommen, welche den Airlines aus dem Nahen Osten erlauben, in die USA zu fliegen, neu zu verhandeln. Inzwischen haben die Golfstaaten aber zurückgeschlagen. Diese Debatte hat die Golf-Airlines nämlich dazu verleitet, ein Gegengutachten erstellen zu lassen. Das von Etihad in Auftrag gegebene Gutachten soll nun belegen, dass die US-Airlines in den vergangenen 15 Jahren staatliche Beihilfen von USD 71,5 Mia. erhalten haben. Nur dank dieser Beiträge hätten es die Airlines vom drohenden Konkurs zur Marktführerschaft gebracht. Delta-CEO Richard Anderson stritt indes den Gegenvorwurf der Golf-Airlines ab.
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