Nepal-Erdbeben: Schadensumme hält sich in Grenzen (Ausgabe 2015-26)

Dass viele Kunden auf eigene Faust gehandelt haben, stört die Versicherer aber.

Die beiden Reiseversicherer AGA und ERV waren nach dem Erdbeben in Nepal mit etwa 200 Fällen beschäftigt. Rückführungen und die Annullierung von bevorstehenden Reisen standen dabei im Fokus. Die AGA spricht von einer Schadenssumme von gegen CHF 100 000, die ERV von rund CHF 200 000, was darauf zurückzuführen ist, dass die ERV seit Jahren im Individualreisen führend ist (arbeitet u. a. mit der Globetrotter Group zusammen, die u. a. als Spezialist für das Himalaya-Gebiet gilt).

Viele Kunden hätten vor Ort auf eigene Faust gehandelt und dann die Rechnungen präsentiert, statt von Anfang an die Notrufzentrale zu kontaktieren. Darauf werde man in Zukunft vermehrt ein Augenmerk richten müssen und partiell Kürzungen bei den Leistungen vornehmen. Die Auszahlung einer Flatrate von CHF 400 und fertig sei in Fällen, wo die Notrufzentrale nicht involviert worden ist, durchaus üblich, erklärt beispielsweise Patrik Grobe von der ERV.

UH