Neuer CTS-Präsident: Gleiche Politik, aber härterer Kurs (Ausgabe 2007-45)

Der neu gewählte Präsident von Car Tourisme Suisse, Werner Ryffel, will die Verbandspolitik weiterführen.

Mit grossem Applaus wurde Werner Ryffel an der Mitgliederversammlung im Europa Park Rust zum neuen Verbandspräsidenten von Car Tourisme Suisse (CTS) ernannt. Der Ustemer Carunternehmer war als einziger Kandidat angetreten, und seine Wahl galt schon seit langem als garantiert. Zum Vizepräsidenten wurde neu Marco Gössi vom gleichnamigen Luzerner Busunternehmen gewählt. Die beiden Amtsvorgänger, Hanspeter Baeriswyl und Hans Dillier, traten aus dem Vorstand aus, wurden aber gleichzeitig zu CTS-Ehrenmitgliedern ernannt.

Im Vorfeld der Wahlen versuchte der Vorstand, das Vizepräsidium auf die Deutschschweiz und die Romandie aufzuteilen – doch ohne Erfolg. Aus der Welschschweiz war kein Mitglied bereit, sich dieser Aufgabe zu stellen. Auch Ryffel will das Amt nicht für längere Zeit ausüben, stellt er sich doch nur für maximal vier Jahre zur Verfügung. Zehn Jahre Gemeinderat in Uster und Präsident des Zürcher Carreiseverbandes, das sei genug der öffentlichen Ämter.

Während der nächsten vier Jahre möchte Ryffel die Politik seines Vorgängers fortführen. Grosse Änderungen seien nicht vorgesehen, doch komme es auch darauf an, wer neuer Präsident des CTS-Mutterverbandes Astag wird.

Der amtierende Präsident Carlo Schmid wird nächstes Jahr zurücktreten, und die Nachfolgeregelung sei ein politisches Thema. «Wenn nötig wird der CTS sicher einen noch härteren Kurs als bisher fahren», sagt Ryffel voraus. Die Entscheidungsträger in Bern würden Gesetze von der EU übernehmen, bevor sie in der EU in Kraft getreten seien. «Ich werde nicht auf Konfrontationskurs gehen, aber die Leute sollen spüren, dass im CTS ein neuer Wind weht.»

Guido Casanova. Rust