Royal Jordanian will öfter in die Schweiz fliegen (Ausgabe 2014-43)

Ab Sommer 2015 will die Airline wieder vier Mal wöchentlich von Zürich und Genf nach Amman fliegen, einmal mit Weiterflug nach Aqaba.

Derzeit bedient Royal Jordanian die Schweiz drei Mal wöchentlich – von Genf via Zürich bzw. von Zürich via Genf nach Amman. Doch dies wird sich bald ändern. Ab kommendem Sommerflugplan 2015 sollen die Frequenzen nämlich wieder auf vier wöchentliche Verbindungen angehoben werden. Besonders ist, dass dieser zusätzliche Flug nach der Landung in Amman nach Aqaba weitergeführt werden soll.

Entsprechende Gespräche werden derzeit geführt, wie Gajan Canagasaby von Royal Jordanian in Zürich erklärt. «Die Nachfrage nach Amman und auch Aqaba ist sicherlich gegeben. Für einen Nonstop-Flug aus der Schweiz ans Rote Meer reicht diese dann aber doch nicht», so Canagasaby.

Royal Jordanian hatte bereits bis 2012 vier wöchentliche Schweiz-Verbindungen im Flugplan. Doch als Folge der steigenden Kerosinpreise sowie des Krieges in Syrien wurden auf zahlreichen Verbindungen die Frequenzen reduziert – so auch in der Schweiz – bzw. die Strecken wurden komplett gestrichen. Doch bereits im vergangenen Jahr zeigte sich laut Canagasaby eine Besserung: «Die Anzahl BSP-Verkäufe nahm um 15% zu, die Direktverkäufe um 6%.» Rund 60% der Schweizer RJ-Passagiere fliegen ab Genf, d.h. die Romandie ist nach wie vor der wichtigste Schweizer Markt. Seit mehr als 35 Jahren bedient Royal Jordanian mittlerweile den Genfer Flughafen – Zürich wird seit rund zwölf Jahren angeflogen. «Beide Destinationen wurden ohne Unterbruch von Royal Jordanian bedient», erklärt Canagasaby nicht ohne Stolz.

Die jordanische Airline, die sich zu 35 Prozent in staatlichem Besitz befindet, betreibt derzeit eine Flotte von 21 Airbus-, 8 Embraer- und zwei Boeing-Maschinen. Bei letzteren handelt es sich um fabrikneue Dreamliner, die in den letzten Wochen ausgeliefert wurden. Elf weitere Boeing 787 sind bestellt und sollen voraussichtlich bis Ende 2015/Anfang 2016 ausgeliefert werden. Die Maschinen werden ältere Maschinen des Typs Airbus A330 und A340 ersetzen. «Ein Dreamliner-Einsatz auf den Schweiz-Strecken ist derzeit aber nicht vorgesehen», so Canagasaby. Royal Jordanian bedient die Strecke also weiterhin mit Mittelstreckenflugzeugen von Airbus – je nach Auslastung kommt eine A319, A320 oder A321 zum Einsatz. Insgesamt fliegt Royal Jordanian von ihrem Heimatflughafen in Amman aus 60 Destinationen auf fünf Kontinenten an.

Simon Benz