Leider sind es meist die «Bad News», die in Erinnerung bleiben. Und davon gab es für die Reisebranche in diesem Jahr einige: Der Frankenschock zu Beginn des Jahres, die Schliessung der SBB-Reisebüros, der eskalierende Streit zwischen der Lufthansa-Gruppe und dem Vertrieb, all die politischen Unruhen und terroristischen Angriffe Der Satz «so schlimm war es noch nie» sollte sehr sparsam verwendet werden, doch wenn ihn sogar gestandene Branchengrössen benutzen, ist man langsam gewillt, ihn zu glauben.
Die «Good News» sind zwischen all den Meldungen schwieriger zu finden, doch sie sind durchaus vorhanden. Am positivsten und zuversichtlichsten stimmt, dass sehr viele Veranstalter, Reisebüros und Airlines ihre Passagier- und Kundenzahlen steigern konnten. Natürlich bezahlten dies vor allem die Veranstalter teuer, indem sie sofort nach dem Euro-Crash trotz abgesicherten Währungen die Preise senkten und damit ihre Marge vernichteten. Und natürlich kann man sich von Pax-Zahlen alleine nichts kaufen, wenn die Umsätze trotzdem sinken.
Dennoch zeigen die steigenden Kundenzahlen, dass die Reisebranche vieles richtig gemacht hat. Die Angebote scheinen zu stimmen, die Beratungsqualität ist hoch. Gleichzeitig lernt die Branche immer mehr, ihren Kunden auf verschiedenen Kanälen zu begegnen und diese Kanäle miteinander zu verknüpfen Multichannel war gestern, das Zauberwort für die Zukunft heisst Omnichannel. Bestrebungen und Experimente in diese Richtung sind selbst bei klassischen und konservativen Unternehmen spürbar.
Dass 2016 ein einfaches und ruhiges Jahr wird, davon ist nicht auszugehen. Wovon man aber ausgehen darf, ist, dass sich ein ähnlicher Währungsschock wie im Januar nicht wiederholen wird. Und obwohl sich die Kunden in den letzten Wochen in Zurückhaltung übten, ist auch zu erwarten, dass die Reisetätigkeit wieder zunehmen wird. Längerfristig lassen sich die Leute ihre Ferien nicht vermiesen. Die Preise sind tief, die Branche hat sich dementsprechend aufgestellt, Kunden hat sie keine verloren es ist angerichtet für 2016.
Wir von TRAVEL INSIDE freuen uns, die Reisebranche auch im kommenden Jahr zu begleiten und sie über die aktuellsten Neuigkeiten, Entwicklungen, Hintergründe und Trends zu informieren ebenfalls vermehrt auf verschiedenen Kanälen, wie wir es an dieser Stelle bereits angekündigt haben. Wir wünschen gute Erholung über die Festtage und danach einen energiereichen Start ins neue Jahr.
Stefan Jäggi



