«Schweizer sollen ihr Geld in der Schweiz ausgeben» (Ausgabe 2015-45)

An der Medienkonferenz plädierten die Diskussionsteilnehmenden für die Stützung der Schweizer Wirtschaft.

Wie im letzten Jahr gab es für die Medien eine eigene Konferenz. Thema war dieses Mal «Reisen buchen im Ausland», es diskutierten Babette Sigg Frank, Präsidentin des Konsumentenforums, und Martin Wittwer, CEO von TUI Suisse. Wittwer betonte einmal mehr, dass die Reisen im Ausland – zumindest was die Angebote von TUI betrifft – nicht teurer sind. «Ich biete die gleichen Reisen zum genau gleichen Euro-Preis an wie in Deutschland», so Wittwer, der Unterschied entstehe dann aber durch die Umrechnung in Schweizer Franken. «Es hängt davon ab, welchen Kurs man nimmt.» Um dies den Konsumenten vor Augen zu führen, wies TUI Suisse in seinen Katalogen auch die Euro-Preise aus, «dies wurde mir aber vom Seco verboten», ärgerte sich Wittwer. Auch Babette Sigg vom Konsumentenforum plädierte für die Stützung der Schweizer Wirtschaft: «Wer Schweizer Löhne bezieht, soll das verdiente Geld auch im Inland ausgeben und nicht ins Ausland abwandern», so Sigg. Und weiter: «Ich ärgere mich immer besonders über diejenigen, die es aufgrund ihres Salärs gar nicht nötig hätten und sich dann aber noch brüsten, dass sie im Ausland 300 Euro gespart haben.» Auch die Beratungsgebühr, die man in Deutschland nicht kennt, erachtet sie als durchaus berechtigt. «Sie wird den Reisenden bei der Buchung ja wieder gutgeschrieben.»

Insgesamt waren wiederum rund 30 Medienschaffende am Swiss Travel Day anwesend und nutzten die zahlreichen Programmangebote.

NDR