SRV und Swiss unnachgiebig – GDS bewegen sich kaum (Ausgabe 2008-16)

Die Fronten zwischen Swiss/Lufthansa und den Reisebüros bleiben verhärtet. Es droht ein juristisches Hickhack.

Das neue Vertriebsmodell mit Vorzugspreisen und GDS-Gebühren von Swiss
und Lufthansa sorgt weiterhin für viel Wirbel. Die Antwort auf das
Modell durch den Schweizerischen Reisebüro-Verband (SRV) mit dem
Massnahmenpaket – Swiss- und Lufthansa-Flüge sollen nicht mehr aktiv
verkauft werden; Einladungen von Events der beiden Airlines sollen
nicht mehr angenommen werden; rechtliche Schritte, beispielsweise bei
der Wettbewerbskommission sollen eingeleitet werden – haben die Fronten
weiter verhärtet.

Der SRV beharrt darauf, das Modell zu bekämpfen und ist zuversichtlich,
dass die juristischen Schritte erfolgreich sein werden. Swiss ist
genauso überzeugt, dass man rechtlich auf der sicheren Seite sei. Im
Gegenzug erklärt Swiss nun, die vom SRV empfohlenen Massnahmen seien
juristisch fragwürdig.

Im Gespräch mit TRAVEL INSIDE zeigen sich Harry Hohmeister und Rudolf
Schumacher von Swiss überzeugt, dass die Airline ihre Hausaufgaben
gemacht habe: Seit zwei Jahren verhandle man bereits mit den GDS und
sei dabei auf wenig Gehör gestossen. Zudem habe Swiss durch
Prozessverbesserungen die unproduktiven GDS-Kosten bereits um die
Hälfte reduzieren können.
Ende April erhalten die IATA-Reisebüros die Swiss-Verträge für das neue Vertriebsmodell.