Vor gut einem Monat hat die STAR Enterprises AG im Zürcher Kreis 4 eine
neue Verkaufsstelle eröffnet, in der vorwiegend Flüge verkauft werden
sollen. Das Unternehmen verkaufte seine Produkte bis anhin
ausschliesslich über die Reisebüros. Durch diese erste Geschäftsstelle
mit Direktverkauf soll der Markt nun näher beobachtet und analysiert
werden. «Wir wollen sehen, was direkt am Markt passiert. Die gewonnenen
Erkenntnisse soll den STAR-Ticketbroker Skyways in seiner
Verkaufstätigkeit unterstützen», so Luc Vuilleumier, Präsident und CEO
der STAR Group.
In der Saison 2008/09 plant das Unternehmen als Touroperator ein
eigenes Programm für Brasilien auf den Markt zu bringen. «Wir haben
schon lange mit dem Gedanken gespielt, ein Touroperating für Brasilien
sowie in Zukunft auch für Asien aufzubauen», so Vuilleumier. Die neue
Verkaufsstelle wird von Michael Bonin geführt, der auch für den Aufbau
des Brasilien-Programms verantwortlich ist. Der 45-jährige ist
Doppelbürger (Schweiz/Brasilien) und war während den letzten 13 Jahren
im Incoming-Tourismus von Brasilien tätig. Ausserdem ist er Mitgründer
und ehemaliger Geschäftsführer von Salinatours. «Mit Michael Bonin
haben wir den richtigen Mann für unser neues Produkt gefunden», ist
Vuilleumier überzeugt. Neben Bonin wurde noch eine weitere neue
Mitarbeiterin aus Brasilien eingestellt und je nach Nachfrage wird in
Kürze eine zusätzliche Mitarbeiterin aus der Dominikanischen Republik
angestellt.
Das Angebot richtet sich laut Vuilleumier neben dem Schweizer Markt vor
allem auch an Brasilianer und Brasilianerinnen, die zuhause ihre
Familien besuchen wollen. «Wir haben absolut keinen Druck und wollen
den ethnischen Markt aufmischen.»
Das Produkt des neuen Brasilien-Veranstalters soll einfach buchbar und
von guter Qualität sein. «Reduce to the max ist das Motto. Mit 20
Prozent Aufwand wollen wir 80 Prozent des Angebots abdecken», sagt
Vuilleumier. Die Verkaufspreise sollen für die Endkunden einzigartig
und vor allem auch für die Retailer durch ein Kommissionsmodell, das
«sicher so gut ist, wie das der andern» attraktiv sein.
Simon Benz
