Die Aussagen von Rudolf Schumacher (Swiss), der sich erstmals
öffentlich zur aktuellen Diskussion über Preferred Fares und
GDS-Gebühren äussert, und jene von Hans-Jörg Leuzinger, Präsident des
Schweizerischen Reisebüro-Verbandes (SRV), zeigen: Die Parteien sind
sich nicht näher gekommen die Fronten haben sich weiter verhärtet.
Die Swiss prüft zwar Alternativen. Das von Schumacher nun erstmals ins
Spiel gebrachte Szenario, die tiefsten Buchungsklassen nicht mehr via
GDS zu vertreiben, wäre seiner Meinung nach für den stationären
Vertrieb jedoch einschneidender als das Vorzugspreismodell.
Der SRV rückt nicht davon ab, das neue Modell mit allen Mitteln zu
bekämpfen. Dem Ausschluss von Swiss und Lufthansa aus der
Reisebüro-Werbekampagne sollen weitere Schritte folgen. Die Task Force
kenne ihren Auftrag, Vorschläge würden ausgearbeitet, so Leuzinger.
Gleichzeitig zeigt sich der SRV-Präsident gesprächsbereit auch
gegenüber den GDS. Bei den unterschiedlichen Angaben zu den
Prozesskosten fordert er: «Auch wenn es Schweigepflicht-Klauseln gibt,
die Parteien müssen endlich Farbe bekennen.»
